Nach Starkregen
"Lage ist kritisch": Stadt auf Sizilien am Abgrund – Massenevakuierung nach Erdrutsch
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Erdrutsch bedroht Stadt in Sizilien
Videoclip • 31 Sek • Ab 12
Teile der Stadt drohen abzurutschen: 15.000 Menschen müssen ihre Häuser in einer sizilianischen Stadt Niscemi aufgrund eines Erdrutschs verlassen.
Eine Stadt, wortwörtlich am Abgrund: Infolge von schweren Unwettern auf Sizilien sackt der Boden in Teilen des Gebiets von Niscemi ab, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Deshalb müssen Behörden-Angaben zufolge mehr als 1.500 Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden.
Bei einem Besuch der Stadt erklärte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano: "Der Erdrutsch ist voll aktiv, und die Lage ist kritisch." So gebe es Wohnhäuser, die nicht mehr wiederhergestellt werden könnten. Betroffene Bewohner:innen müssen sich auf eine Umsiedlung einstellen. Hierfür solle laut Ciciliano ein Plan erarbeitet werden.
Etwa 30.000 Menschen leben in der Stadt. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, mussten ganze Nachbarschaften geräumt werden. In einer Turnhalle wurde für die Anwohner:innen eine Notunterkunft eingerichtet.
Einsturz-Gefahr ist weiterhin groß
Die Lage in Niscemi ist so prekär, da der Erdrutsch inmitten eines Wohngebiets entstanden ist und sich konstant bewegt. Bilder zeigen, wie Wohnhäuser direkt am Abhang stehen. Dpa-Angaben zufolge droht eine vier Kilometer lange Front abzusinken. Seit dem Wochenende würden sich schon abgesunkene Teile des Gebiets aus Schlamm und Geröll immer weiter über Hänge in der Gegend bewegen.
Der italienische Minister für Zivilschutz, Neollo Musumeci, teilte mit, dass alle Häuser vom Zusammenbruch gefährdet seien, die sich in bis zu 70 Metern Entfernung von der Erdrutschlinie befinden.
Auch in den News:
Starke Regenfälle als Auslöser
Sizilien war in den vergangenen Tagen von starken Regenfällen betroffen. Auch Sardinien sowie Teile des süditalienischen Festlands blieben von den Wassermassen nicht verschont. Allein für Sizilien schätzen Behörden den Schaden auf 1,5 Milliarden Euro. Die Regierung in Rom hatte am Montag (26. Januar) für die betroffenen Regionen den Unwetternotstand ausgerufen.
Verwendete Quellen
Ansa: "La frana avanza a Niscemi, Ciciliano: 'Chi ha casa lì non rientrerà più'"
Nachrichtenagentur dpa
T-online: "Massenevakuierung nach Erdrutsch – Stadt abgeschnitten"
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