Palast teilt mit
Trauer in Norwegen: König Harald V. ist tot – Haakon erbt Monarchie in der Krise
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Norwegens König Harald V. ist tot
Videoclip • 01:06 Min • Ab 12
Der norwegische König ist tot: Harald V. ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Vom Volk wurde er stets geschätzt. Nun ist sein Sohn Haakon (53) das neue Staatsoberhaupt des Landes.
Das Wichtigste in Kürze
König Harald V. von Norwegen ist am Freitagmorgen (28. August) im Krankenhaus verstorben.
Der Monarch galt als beliebt bei der Norweger:innen – das Königshaus erlebt ohnehin unsichere Zeiten.
Haralds Sohn Haakon ist der neue König und damit Staatsoberhaupt des skandinavischen Landes.
Norwegen trägt Trauer: König Harald V. ist tot. Am Freitag (28. August) um 6:35 Uhr verstarb der 89-Jährige im Reichskrankenhaus von Oslo, wie das Königshaus mitteilte. Der Monarch sei friedlich eingeschlafen. Mit seinem Tod endet eine 35-jährige Regentschaft, die das skandinavische Land nachhaltig geprägt hat. Sein Sohn Haakon übernimmt automatisch den Thron und ist neues Staatsoberhaupt von Norwegen.
Seit Anfang vergangener Woche hatte Harald im Krankenhaus gelegen. Die Bluterkrankung hämolytische Anämie – eine Form der Blutarmut – hatte eine Behandlung mit Kortison notwendig gemacht, die zu gefährlichen Flüssigkeitsansammlungen im Körper führte. Als sich zusätzlich eine bakterielle Infektion des Blutkreislaufs entwickelte, verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Erst am Donnerstag (27. August) hatte das Königshaus den Zustand als "sehr ernst" bezeichnet.
Auch in den News:
Harald blieb – trotz gesundheitlicher Probleme
Trotz massiver gesundheitlicher Probleme in den letzten Jahren hatte Harald den Thron nicht vorzeitig abgeben wollen. Seit 2024 war er dauerhaft auf einen Herzschrittmacher angewiesen. Atemwegserkrankungen plagten ihn regelmäßig, das Gehen fiel ihm zunehmend schwer. Im Februar dieses Jahres musste er während eines Urlaubs auf Teneriffa wegen einer Infektion ins Krankenhaus. Doch seine royalen Pflichten erfüllte er bis zuletzt.
Die Norweger:innen liebten ihren König für seine zurückhaltende Art und seine Fähigkeit, in entscheidenden Momenten klare Worte zu finden. Nach den verheerenden Terroranschlägen von Oslo und Utøya 2011 tröstete er sein Volk mit einfühlsamen Reden. Während der Flüchtlingskrise positionierte er sich mutig mit einem Plädoyer für Vielfalt und Toleranz. Sein trockener Humor und seine Leidenschaft für Segeln und Wintersport machten ihn volksnah.
Unsichere Zeiten für die Monarchie in Norwegen
Nach Haralds Tod ist sein Sohn Haakon König von Norwegen. Doch die Zukunft der norwegischen Monarchie steht auf wackeligen Beinen. Während Harald enormen Rückhalt im Volk genoss, haben Skandale das Vertrauen in die Kronprinzenfamilie erschüttert. Kronprinzessin Mette-Marit geriet wegen ihrer Freundschaft zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in die Kritik. Im TV behauptete sie, nicht zu wissen, dass Epstein ein Sexualstraftäter war.
Ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby wurde im Juni wegen zweier Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt – das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Ob Mette-Marit den Titel einer Königin tragen wird, liegt nun in den Händen des neuen Königs Haakon. Viele Norweger:innen zweifeln daran, dass sie das Zeug dazu hat.
Harald hatte 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. den Thron bestiegen. Seine große Liebe Sonja heiratete er bereits 1968 – gegen den anfänglichen Widerstand seines Vaters, der mit der Beziehung zu einer Bürgerlichen haderte. Bei seinen eigenen Kindern zeigte sich Harald toleranter: Auch Kronprinz Haakon heiratete mit Mette-Marit eine bürgerliche Norwegerin.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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