Mittel gegen Muskelkrämpfe

Gurkenwasser statt Magnesium? Warum es so gesund ist

Veröffentlicht:

von Momir Takac

:newstime

Gurkenwasser gegen Straßenglätte

Videoclip • 01:31 Min • Ab 12


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Sowohl Magnesium als auch Gurkenwasser sind bei Muskelkrämpfen hilfreich. Ein Mittel eignet sich in der Akutphase besser.

Wenn plötzlich ein Muskelkrampf einschießt, greifen viele Menschen reflexartig zu Magnesium. Doch seit einigen Jahren wird auch Gurkenwasser – genauer gesagt die Lake aus dem Glas mit Gewürzgurken – als wirksames Mittel gegen Muskelkrämpfe diskutiert. Ist es tatsächlich besser als Magnesium?

Gurkenwasser bei akuten Muskelkrämpfen wohl wirksamer als Magnesium

Die Antwort lautet: Bei einem akuten Krampf könnte Gurkenwasser sogar schneller wirken als Magnesium. Darauf deutet eine Studie aus dem Fachjournal "Medicine & Science in Sports & Exercise" hin. Die Forschenden stellten fest, dass Gurkenwasser die Dauer von Muskelkrämpfen verkürzen kann. Der Effekt tritt vermutlich nicht deshalb ein, weil der Körper besonders schnell Elektrolyte aufnimmt. Stattdessen gehen Wissenschaftler davon aus, dass die enthaltene Essigsäure und der intensive Geschmack bestimmte Nervenrezeptoren im Mund- und Rachenraum stimulieren. Dadurch werden Signale gedämpft, die den Krampf aufrechterhalten.

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Auch das Portal für Nachhaltigkeit utopia.de verweist auf diese Forschungsergebnisse. Demnach kann Gurkenwasser die Aktivität impulsgebender Nervenzellen reduzieren und so krampflösend wirken. Als Richtwert nennen die Forschenden etwa einen Milliliter Gurkenwasser pro Kilogramm Körpergewicht. Die Studienlage ist allerdings nicht eindeutig: Eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 konnte keinen signifikanten Einfluss auf Muskelkrämpfe nachweisen. Der Nutzen gilt daher als vielversprechend, aber nicht abschließend belegt.

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Magnesium wichtig für Vorbeugung von Muskelkrämpfen

Magnesium hat dagegen einen anderen Einsatzbereich. Es kann sinnvoll sein, wenn Krämpfe tatsächlich durch einen Magnesiummangel verursacht werden. Für die schnelle Behandlung eines bereits bestehenden Krampfes wirkt es jedoch meist nicht sofort, da der Mineralstoff erst aufgenommen und verarbeitet werden muss.

Auch Magnesium bleibt wichtig

Insgesamt sprechen die verfügbaren Daten dafür, dass Gurkenwasser bei akuten Muskelkrämpfen kurzfristig wirksamer sein kann als Magnesium. Für die langfristige Vorbeugung bleibt Magnesium jedoch wichtig – vorausgesetzt, ein Mangel liegt tatsächlich vor. Wer Gurkenwasser ausprobiert, sollte beachten, dass es oft viel Salz enthält und deshalb nicht unbegrenzt konsumiert werden sollte, insbesondere bei Bluthochdruck. Zuletzt warnten Mediziner vor einem aktuellen Ernährungstrend.


Verwendete Quellen:

utopia.de: "Gurkenwasser trinken: Warum es so gesund ist"

Studie "Reflex Inhibition of Electrically Induced Muscle Cramps in Hypohydrated Humans" im Fachjournal "Medicine & Science in Sports & Exercise"

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