Nordrhein-Westfalen
Polizeischuss vor Kita in Erkrath – Ermittler vermuten Suizidabsicht
Veröffentlicht:
von Andrea Ege:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Ein Suizidversuch könnte der Grund für den Polizeischuss vor einer Kita in Erkrath gewesen sein. Der 59-Jährige Mann trug zwar ein Messer bei sich, bedrohte aber zunächst niemanden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Betroffene wohnte unmittelbar neben dem Tatort.
Dass der Vorfall vor einer Kita geschah, war vermutlich Zufall.
Der Mann ist vernehmungsfähig und nicht in Lebensgefahr.
Der vor einem Kindergarten in Erkrath bei Düsseldorf niedergeschossene Mann wollte vermutlich Suizid begehen. Dies gab die Staatsanwaltschaft Wuppertal jetzt laut der Nachrichtenagentur dpa bekannt. "Das ist die wahrscheinlichste Variante. Davon gehen wir aus", hieß es von seiten der Ermittler:innen.
Ob dies tatsächlich so war, lässt sich noch nicht bestätigen. Der 59-Jährige sei zwar inzwischen wieder vernehmungsfähig, habe sich aber noch nicht zu dem Vorfall geäußert.
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Polizeieinsatz mit Schussabgabe
Der Polizeieinsatz, bei dem es zu einem Schuss auf den Mann gekommen war, ereignete sich am Dienstag. Zunächst habe der Mann niemanden mit dem Messer bedroht und sich nicht aggressiv gezeigt, so die Ermittler:innen. Erst als die Polizei eintraf, sei er mit dem Messer auf die Beamt:innen zugegangen. Um ihn zu stoppen, feuerte ein Polizist einen Schuss ab. Dabei erlitt er einen Durchschuss.
Der schwer verletzte Mann wurde im Krankenhaus operiert, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Dass sich der Vorfall vor einer Kita abgespielt hat, war nach Ansicht der Ermittler:innen Zufall. Der 59-Jährige wohne in der Nähe und sei mit dem Messer in der Hand spazieren gegangen, hieß es weiter. Die Ermittlungen zur Schussabgabe hat aus Neutralitätsgründen die Polizei in Düsseldorf übernommen.
Solltest du selbst suizidale Gedanken haben oder hast diese bei einem Angehörigen oder Bekannten festgestellt, bietet die Telefonseelsorge Hilfe. Anonyme Beratung erhältst du rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter "telefonseelsorge.de."
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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