LKA Niedersachsen fahndet
Beim 38. Freigang: Mörder in Peine geflohen
Veröffentlicht:
von Andrea Ege:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Das LKA Niedersachsen fahndet nach einem verurteilten Mörder, der am Dienstag in Peine geflohen ist. Der 42-Jährige befand sich bei seinen Freigang in Begleitung – und entkam dennoch. So gelang ihm das.
Das Wichtigste in Kürze
Der Straftäter ist seit Oktober 2010 in Haft in Niedersachsen.
Beim Freigang besuchte er mit Begleitung die Wohnung seiner Mutter in Peine.
Laut LKA könnte sich der Gesuchte in Peine oder Kassel aufhalten.
Seit Dienstag (16. Juni) suchen Fahnder:innen des Landeskriminalamtes Niedersachsen bisher erfolglos nach einem geflohenen Mörder. Laut einem LKA-Sprecher ist der 42-Jährige am Dienstagnachmittag während eines begleiteten Freigangs in Peine geflohen. Es war sein 38. Freigang.
Der 42-Jährige mit deutscher Staatsbürgerschaft sitzt seit Oktober 2010 in Haft. Er wurde wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Landgericht Hildesheim stellte dabei die besondere Schwere der Schuld fest. Nach LKA-Angaben ist möglich, dass er sich bevorzugt in den Städten Peine und Kassel aufhält. Die Fahnder:innen betonen jedoch ausdrücklich, dass für die beiden Städte keine konkrete Gefahrenlage bestehe.
Auch in den Regio News:
Flucht beim 38. Freigang
Dem Straftäter gelang die Flucht, indem er einen unbewachten Moment bei seinem Freigang ausnutzte. Laut dem Justizministerium in Hannover hatte er mit seinem Begleiter die Wohnung seiner Mutter aufgesucht. Den Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage nutzte er, um mit einem Motorrad zu fliehen. Laut der Nachrichtenagentur dpa handelte es sich dabei um den 38. begleiteten Freigang des Mannes seit September 2023. Alle vorherigen Ausgänge verliefen beanstandungslos.
LKA Niedersachsen startet Öffentlichkeitsfahndung
Nach einer ersten erfolglosen Suche startete das LKA die Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des etwa 192 Zentimeter großen und etwa 130 Kilogramm schweren Straftäters. Demnach trug der Geflohene mit kurzen Haaren und Bart bei seiner Flucht eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit Schriftaufdruck "Metallica", eine schwarze Cargohose sowie schwarze Schuhe. Wer ihn sieht, soll sich ihm nicht nähern, sondern über den Notruf die Polizei verständigen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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