Anklage "vollumfänglich zutreffend"

Flixbus-Unfall auf A9 bei Leipzig: Fahrer gesteht tödlichen Fehler

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

Der angeklagte Busfahrer (links) ließ von seinem Verteidiger Peter Pospisil ein Geständnis verlesen.

Bild: Hendrik Schmidt/dpa


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Als im März 2024 ein Fernbus auf der A9 bei Leipzig eine Böschung hinabstürzte, kamen vier Frauen ums Leben. Vor Gericht zeigt der angeklagte Busfahrer Reue.

"Es tut ihm unendlich leid, was passiert ist. Er würde die Zeit gerne zurückdrehen, er kann es nicht." Das lässt der angeklagte Busfahrer am Freitag (13. März) von seinem Anwalt ausrichten. Der 64-Jährige aus Tschechien muss sich in Leipzig vor Gericht verantworten, weil er der Fahrer des Fernbusses war, in dem vor zwei Jahren bei einem Unfall vier Menschen gestorben sind.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Unfall fahrlässig verursacht zu haben. Der Angeklagte widerspricht nicht. Der Sachverhalt, so wie er von der Staatsanwaltschaft in der Anklage dargestellt wird, sei "vollumfänglich zutreffend", sagte sein Anwalt Peter Pospisil.

Ein Risikofahrer sei sein Mandant nicht gewesen, so Pospisil, auch Drogen, Alkohol oder Übermüdung hätten keine Rolle gespielt. Es handele sich "um ein einmaliges fahrlässiges Fehlverhalten", sagte der Anwalt.

Verheerender Unfall bei fast 100 km/h

Dieses Fehlverhalten ist laut Anklage der Grund, warum der Fernbus am 27. März 2024 auf der Fahrt von Berlin nach Zürich bei fast 100 km/h ins Schleudern geriet. Nördlich von Leipzig fuhr er eine knapp zwei Meter tiefe Böschung hinab und kippte auf die rechte Seite. Vier Frauen, die sich in dem Flixbus befanden, starben. 46 weitere Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt.

Die Staatsanwaltschaft hat den Busfahrer vor dem Amtsgericht Eilenburg wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Weil es im Landgericht Leipzig einen größeren Saal zur Verfügung gibt, wird dort verhandelt. Der Prozess soll planmäßig nur einen Tag dauern.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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