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Musk setzte ZDF unter Druck: Sender streicht umstrittene Passage aus Bericht

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Musk kündigt Klage gegen ZDF an

Videoclip • 01:31 Min • Ab 12


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Elon Musk wehrt sich juristisch gegen eine ZDF‑Anmoderation zu Krawallen in Belfast. Nun reagiert der Sender – und teilt gegenüber :newstime mit, wie es jetzt in dem Streit weitergeht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elon Musk ging juristisch gegen eine ZDF‑Anmoderation vor.

  • Jetzt reagiert der Sender und zieht Konsequenzen.

  • Auf Anfrage von :newstime bestätigt das ZDF die Streichung der betroffenen Passage.

Nach juristischem Druck von Elon Musk hat das ZDF eine umstrittene Passage aus der Anmoderation der Sendung "ZDFheute live" entfernt. Das bestätigte die Pressestelle des Senders auf Anfrage von :newstime. Zuvor hatte Musks Anwalt dem ZDF vorgeworfen, den Tech‑Unternehmer fälschlich mit einem rassistischen Aufruf in Verbindung gebracht zu haben.

"Wir bestätigen, dass Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei eine Unterlassungserklärung zur Anfangsmoderation der Sendung ZDFheute live vom 12. Juni mit dem Titel 'Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuert' gefordert hat", teilte das ZDF mit. Weiter heißt es: "Das ZDF hat diese abgegeben und die fragliche Passage in der Anmoderation entfernt. Bereits am Samstag hatte das ZDF die Sendung mit einem korrigierenden Transparenzhinweis versehen."

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Auch in den News:

Streit um Anmoderation zu Krawallen in Belfast

Auslöser des Konflikts war eine Folge von "ZDFheute live" vom 12. Juni. Thema waren die gewalttätigen Krawalle in Belfast: Ein Flüchtling aus dem Sudan war wegen eines Messerangriffs wegen versuchten Mordes angeklagt worden.

In der ursprünglichen Anmoderation hieß es: "Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. Jemand filmt, das Video geht viral. Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist – und Tech-Milliardär Elon Musk".

Diese Darstellung wies Musk entschieden zurück. Sein Anwalt Joachim Steinhöfel erklärte gegenüber der Deutschen Presse‑Agentur (dpa), die Behauptung, Musk habe zu einer "Jagd auf Migranten durch einen rassistischen Mob" aufgerufen, sei "offensichtlich unwahr". Der Sender sei deshalb abgemahnt worden, verbunden mit der Forderung nach einer Unterlassungserklärung.


ZDF spricht von "unpräziser" Formulierung

Das ZDF reagierte zunächst mit einem Disclaimer neben dem Video. Darin hieß es, die Formulierung sei "unpräzise und deshalb missverständlich" gewesen. Tatsächlich habe der britische Rechtsextremist Tommy Robinson nach dem Messerangriff zu Protesten aufgerufen; dieser Beitrag sei von Elon Musk auf der Plattform X geteilt worden.

Musk selbst hatte zuvor auf X rechtliche Schritte gegen den Sender angekündigt. "Rechtliche Maßnahmen werden gegen das ZDF wegen ihrer skandalösen Lügen ergriffen", schrieb er auf der Online-Plattform.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Welt: "Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen ZDF wegen 'skandalöser Lügen' an"

X: Elon Musk

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