Verbraucherschützer warnen

Betrugsalarm bei Elster und Volksbanken

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

:newstime

Amazon-Betrug: Verbraucherzentrale warnt (21. Oktober)

Videoclip • 01:01 Min • Ab 12


Betrüger:innen haben derzeit Elster-Nutzer und Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Visier. Mit gefälschten E-Mails versuchen sie, an persönliche Daten zu gelangen. Dabei setzen die Kriminellen auf Zeitdruck und drohende Einschränkungen. Die Verbraucherzentrale warnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten E-Mails im Namen von Elster sowie der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

  • Betrüger:innen fordern eine Bestätigung persönlicher Daten bis zum 12. November und drohen mit eingeschränkten Überweisungen.

  • Bankkund:innen sollten verdächtige Links ignorieren und ihre Kontodaten ausschließlich über offizielle Banking-Kanäle überprüfen.

Nutzer:innen des Steuerportals Elster sowie Kund:innen der Volksbanken und Raiffeisenbanken sollten derzeit besonders vorsichtig sein. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in ihrem aktuellen Phishing-Radar berichtet, versuchen Kriminelle mit gefälschten E-Mails, an persönliche Daten zu gelangen. Dabei geben sich die Betrüger als offizielle Stellen aus und setzen die Empfänger mit angeblich dringenden Aufforderungen zur Datenaktualisierung unter Druck.

Die E-Mails tragen demnach den Betreff "Aktualisierung Ihrer Kundendaten zwingend erforderlich". Darin werden die Empfänger und Empfängerinnen aufgefordert, ihre persönlichen Angaben bis spätestens 12. November 2026 zu bestätigen.

Als Begründung führen die Betrüger:innen angebliche gesetzliche Sorgfaltspflichten an. Wer der Aufforderung nicht nachkomme, müsse laut der Nachricht mit Einschränkungen bei Überweisungen rechnen.


Betrüger:innen setzen Volksbank-Kund:innen unter Druck

Besonders auffällig ist laut Verbraucherzentrale, dass die vermeintliche Datenprüfung über SecureGo plus, das Sicherheitsverfahren der Volksbanken und Raiffeisenbanken, erfolgen soll. Damit versuchen die Absender offenbar, ihrer Nachricht einen offiziellen Anschein zu verleihen.

Zudem behaupten die Kriminellen, dass die Bestätigung lediglich zwei Minuten in Anspruch nehme. Die Kombination aus kurzer Bearbeitungszeit, einer festen Frist und drohenden Einschränkungen soll Betroffene offenbar dazu bewegen, möglichst schnell auf den enthaltenen Link zu klicken.

Die Verbraucherschützer:innen weisen auf mehrere typische Warnsignale hin. Dazu gehören eine unseriöse Absenderadresse, die unpersönliche Anrede "Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde" sowie fehlende Angaben zum konkreten Bankkonto.

Auch eine nachvollziehbare Erklärung, weshalb die persönlichen Daten überprüft werden müssten, fehlt der Verbraucherzentrale zufolge.

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Wer eine solche Nachricht erhält, sollte keinesfalls auf den enthaltenen Link klicken oder persönliche Informationen preisgeben. Stattdessen empfiehlt die Verbraucherzentrale, die E-Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.

Bestehen Zweifel, sollten Kunden und Kundinnen ihre Kontoinformationen ausschließlich über die offizielle Banking-App oder die bekannte Internetseite ihrer Bank überprüfen.

Die Verbraucherschützer:innen weisen zudem darauf hin, dass sich verdächtige Nachrichten an phishing@verbraucherzentrale.nrw weiterleiten lassen. Die eingehenden E-Mails werden ausgewertet, um über aktuelle Betrugsversuche zu informieren.

Die Warnung betrifft nicht nur Volksbank-Kunden. Bereits am 4. November berichtete die Verbraucherzentrale über eine weitere Phishing-Masche. Dabei geben sich Kriminelle als Steuerverwaltung Elster aus und fordern eine angeblich verpflichtende Aktualisierung persönlicher Daten.

Auch in diesem Fall setzen die Täter laut Verbraucherzentrale auf Zeitdruck und mögliche negative Konsequenzen, um ihre Opfer zum Anklicken eines Links zu bewegen.


Verwendete Quellen:

Verbraucherzentrale: "Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen"

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