Verbraucherzentrale warnt

Phishing-Alarm: Falsche Web.de-Mails im Umlauf

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Cyberattacke: Hacker tauen Kühltruhen ab (13. Oktober)

Videoclip • 58 Sek • Ab 12


Eine E-Mail fordert Web.de-Nutzer:innen auf, ihre Adresse zu bestätigen, andernfalls werde das Postfach gesperrt. Die Verbraucherzentrale stuft die Nachricht als Phishing ein und warnt eindringlich vor einem falschen Klick.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine gefälschte Web.de-Mail droht mit einer Postfachsperrung und verlangt eine Kontobestätigung über einen Link.

  • Auffällige Absenderadresse, ungewöhnliche Anrede und künstlicher Zeitdruck sind Warnsignale.

  • Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich und hat Tipps gegen Phishing parat.

Eine falsche Web.de-Mail fordert zur Bestätigung des Kontos auf. Die Verbraucherzentrale mahnt.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa


Verbraucherzentrale warnt vor falscher Web.de-Mail

Die Verbraucherzentrale warnt vor einer gefälschten E-Mail im Namen von Web.de. Unter dem Betreff "Ihr WEB Zugang wird in Kürze gesperrt" sollen Empfänger:innen ihre E-Mail-Adresse über einen Button bestätigen. Andernfalls werde das Postfach am 27. Oktober gesperrt. Die Nachricht gibt vor, die Kontobestätigung diene dem Schutz vor unbefugtem Zugriff.

Laut Chip.de wirkt die Nachricht auf den ersten Blick täuschend echt. Tatsächlich gehe es darum, Empfänger:innen über den Link zu einer betrügerischen Seite zu lotsen und möglicherweise Zugangsdaten abzugreifen.

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Diese Hinweise sprechen für Phishing

Die Verbraucherzentrale nennt mehrere Auffälligkeiten bei Phishing-Mails:

  • eine unseriöse Absenderadresse

  • eine ungewöhnliche Anrede

  • die Aufforderung zur Bestätigung über einen Link

  • die angedrohte Sperrung des Postfachs

Der Zeitdruck soll dazu verleiten, schnell zu reagieren, statt die Nachricht kritisch zu prüfen. Auch ein vertrautes Logo oder ein professionelles Erscheinungsbild beweist nicht, dass eine Nachricht echt ist. Chip.de weist darauf hin, dass Phishing-Mails inzwischen oft überzeugend gestaltet sind. Rechtschreibfehler allein reichen deshalb nicht mehr aus, um betrügerische Nachrichten zuverlässig zu erkennen.

Link nicht anklicken und direkt im Konto prüfen

Wer die E-Mail erhält, sollte nicht auf den Button klicken und auch nicht auf die Nachricht antworten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Hinweise zum eigenen Postfach sollten Nutzer:innen ausschließlich in der offiziellen Web.de-App oder über die bekannte Internetadresse prüfen – nicht über einen Link aus der verdächtigen Nachricht.

Die Warnung vor der gefälschten Web.de-Mail steht für eine breitere Entwicklung: Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zufolge richteten sich Phishing-Nachrichten früher vor allem im Namen von Banken und Zahlungsdiensten an Verbraucher:innen. Seit 2024 würden zunehmend auch Onlineshops, Versanddienste und Streaminganbieter für Betrugsversuche missbraucht. Gefälschte Aufforderungen zur Kontoaktualisierung oder Verifizierung könnten besonders glaubwürdig wirken, wenn Nutzer:innen tatsächlich einen solchen Dienst verwenden.



Verwendete Quellen:

Verbraucherzentrale: "Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen"

Chip.de: "Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Versuch: Vermeintliche Kontobestätigung im Namen von Web.de im Umlauf"

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