Rente im Städtevergleich

Rentenkaufkraft in Städten: Wo die Rente am meisten zählt

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Rente: DGB legt Vorschläge vor

Videoclip • 01:49 Min • Ab 12


Wie weit die Rente reicht, hängt stark vom Wohnort ab. Eine Analyse der Deutschen Kreditbank (DKB) zeigt: Unter Deutschlands 30 größten Städten hat die durchschnittliche Rente in Gelsenkirchen die höchste Kaufkraft, in München die niedrigste.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gelsenkirchen hat unter den 30 größten Städten Deutschlands die höchste Rentenkaufkraft, München die niedrigste.

  • Dieselbe Rente von 1.000 Euro ist in Chemnitz rund 287 Euro mehr wert als in München.

  • Frauen haben in allen 30 untersuchten Städten eine geringere Rentenkaufkraft als Männer.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat untersucht, wie viel Kaufkraft die durchschnittliche Rente in Deutschlands 30 größten Städten hat. Auf ihrer Website "dkb.de" schreibt das Unternehmen: "Wie weit die Rente reicht, hängt nicht nur von ihrer Höhe ab, sondern auch davon, wo man lebt." Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Städten.

Grundlage der Berechnung ist der durchschnittliche Rentenzahlbetrag des jeweiligen Bundeslands. Dieser wird mit dem lokalen Preisniveau verrechnet, wobei ein Wert von 100 dem bundesweiten Durchschnitt entspricht. Die Rentenhöhen stammen laut DKB von der Deutschen Rentenversicherung (Stand: 31.12.2025), die Preisdaten vom Regionalen Preisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). In Gelsenkirchen erreicht die nordrhein-westfälische Durchschnittsrente von 1.614 Euro eine Kaufkraft von 1.721 Euro. Dahinter folgen Duisburg mit 1.701 Euro und Wuppertal mit 1.679 Euro. Am unteren Ende steht München mit 1.251 Euro. Frankfurt am Main kommt auf knapp 1.400 Euro, Hamburg auf 1.432 Euro.

Gleiche Rente, unterschiedliche Kaufkraft

Besonders deutlich wird der Unterschied bei einer Modellrechnung mit einheitlich 1.000 Euro Rente. In Chemnitz haben diese 1.000 Euro eine Kaufkraft von 1.094 Euro, in München nur 807 Euro. Das entspricht einem Abstand von rund 287 Euro. Auch innerhalb eines Bundeslands macht der Wohnort einen Unterschied. In Nordrhein-Westfalen liegen zwischen Gelsenkirchen und Köln rund 250 Euro, in Bayern zwischen Nürnberg (rund 1.487 Euro) und München (1.251 Euro) rund 236 Euro. Da innerhalb eines Bundeslands derselbe Rentenzahlbetrag angesetzt wird, gehen diese Unterschiede laut DKB ausschließlich auf die lokalen Lebenshaltungskosten zurück.

Ein wesentlicher Grund sind die Wohnkosten. Laut DKB variieren die Mieten zwischen Großstädten erheblich. In München liege das Wohnkostenniveau deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt, in Chemnitz deutlich darunter.

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Frauen erhalten weniger Kaufkraft als Männer

Die Analyse zeigt außerdem einen Unterschied zwischen den Geschlechtern. In allen 30 untersuchten Städten liegt die Rentenkaufkraft von Frauen unter der von Männern, im Durchschnitt um 433 Euro. Den größten Abstand weist Gelsenkirchen mit 533 Euro auf, den geringsten Berlin mit 189 Euro. Die DKB betont, dass die Auswertung zwar die Höhe der Unterschiede zeigt, nicht aber deren Ursachen.

Erweitert man den Vergleich auf die 50 größten Städte, verschiebt sich die Spitze. Hagen erreicht mit 1.727 Euro die höchste Rentenkaufkraft, knapp vor Hamm mit 1.722 Euro. Gelsenkirchen folgt mit 1.721 Euro auf Platz drei. Die Werte sind laut DKB Vergleichswerte und keine tatsächlich ausgezahlten Rentenbeträge. Außerdem trifft die Analyse keine Aussage über die finanzielle Lage einzelner Rentner:innen, die unter anderem von Haushaltsgröße, weiteren Einkommen oder Vermögen abhängt.



Verwendete Quellen:

DKB: "Rentenkaufkraft: Wo ist die Rente am meisten wert?"

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