Mission fehlgeschlagen

NASA-Satellit stürzt auf die Erde: Darum scheiterte eine Rettung

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von Valentin Kronberger

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NASA startet Weltraumteleskop Roman (30. August)

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


Ein wichtiger Forschungssatellit droht, auf die Erde zu stürzen. Spontan startet die NASA eine außergewöhnliche Rettungsmission – der Versuch scheitert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das unbemannte Himmelsobservatorium "Swift" ist auf die Erde gestürzt.

  • Ein kurzfristiger Rettungsversuch mit einem Schleppraumschiff scheiterte.

  • Über 20 Jahre lang hatte der Satellit gewaltige Energieausbrüche im Universum untersucht.

Mit einer spektakulären Rettungsmission wollte die NASA einen Forschungssatelliten vor der Zerstörung bewahren: Der Versuch ist aber letztendlich gescheitert und das Himmelsobservatorium stürzte zurück auf die Erde. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über Indonesien sei ein Großteil des Satelliten verglüht, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit.

Wie groß die Schäden sind, ist noch nicht bekannt. Das unbemannte Himmelsobservatorium "Swift" ist mit drei Teleskopen ausgestattet und war 2004 vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden. Seitdem hatte der Satellit vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum untersucht, sogenannte Gammablitze. Wegen starken geomagnetischen Stürmen, die von Sonnenausbrüchen ausgelöst worden waren, stürzte der Forschungssatellit ab.

Auch in den News:

Schleppraumschiff sollte NASA-Satellit retten

Ein unbemanntes Schleppraumschiff namens "Link" sollte den Satelliten und dessen wichtige Forschungsdaten retten. Die außergewöhnliche Rettungsmission der NASA war kurzfristig Anfang Juli gestartet. Dabei startete das Schleppraumschiff mit Hilfe eines "Stargazer"-Flugzeugs und einer "Pegasus"-Rakete von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik.

Dieses "Link"-Raumschiff sollte den Nasa-Forschungssatelliten "Swift" retten.

Bild: Ron Beard/NASA/dpa


Das rund 400 Kilogramm schwere Raumschiff "Link" war mit drei Roboterarmen, drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten ausgestattet. Es sollte sich dem Forschungssatelliten nähern und ihn über einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungs-Umlaufbahn zurückbringen. "Link" war im Auftrag der NASA von der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space mit einem Budget von rund 26 Millionen Euro entwickelt und gebaut worden.


Rettungsmission scheitert wegen Problemen an Steuerung

Beim Rettungsschiff seien zwei von drei Reaktionsrädern ausgefallen, die die Ausrichtung des Raumschiffs steuern. Zusammen mit Problemen am Antrieb sei "Link" dadurch ins Trudeln geraten, berichtete das Nachrichtenportal "The Conversation". Ohne die Räder musste LINK demnach mit seinen Triebwerken steuern, was Treibstoff verbrauchte. Die Ingenieure hätten die Drehung zwar weitgehend in den Griff bekommen, danach hätte der Treibstoff aber nicht mehr gereicht, um den Forschungssatelliten einzufangen und anzuheben – der Rettungsversuch musste abgebrochen werden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

The Conversation: "NASA’s Swift telescope has burned up, months after a robot sent to save it failed – here’s why it’s so hard to boost a satellite"

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