Sternenbilder

Besondere Himmelsereignisse im März: Löwe dominiert die Sterne

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

Halbmond und die Planeten Venus und Mars am Himmel in Bosnien.

Bild: REUTERS/Dado Ruvic


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Der Löwe regiert den Südhimmel, während Jupiter hell am Abend funkelt. Erfahre hier, welche faszinierenden Himmelsereignisse sich im März ereignen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am späten Abend sind noch die Wintersternbilder zu sehen, darunter Orion, Sirius und Prokyon.

  • Der Löwe beherrscht den Südhimmel, Regulus und Denebola markieren seinen Körper, und der Mond durchläuft im März mehrere Phasen.

  • Am 29. März bedeckt der zunehmende Mond Regulus, die Sonne wechselt von Wassermann in die Fische, und die Mitteleuropäische Sommerzeit beginnt.

Kurz nach Sonnenuntergang zeigt sich tief im Westen die Venus, die derzeit als Abendstern auftritt. Noch fällt sie nicht besonders ins Auge. Am 6. März überschreitet sie im Sternbild Fische den Frühlingspunkt. Zu Beginn des Monats verschwindet sie bereits kurz nach 19 Uhr unter dem Horizont, während ihr Untergang gegen Monatsende etwa eine Dreiviertelstunde später erfolgt.

Ein besonders reizvoller Anblick bietet sich am 20. März gegen 19:45 Uhr, wenn sich knapp über dem westlichen Horizont zur Venus die feine Sichel des zunehmenden Mondes zeigt.

Jupiter im März deutlich am Nachthimmel zu sehen

Unangefochtener Höhepunkt am Firmament ist diesmal jedoch Jupiter. Der Gasriese dominiert mit seiner Helligkeit den Nachthimmel und ist kaum zu übersehen. Bereits bei Sonnenuntergang steht er hoch im Nordosten im Sternbild Zwillinge. Um Mitternacht erreicht er eine hohe Position im Süden, und vor Sonnenaufgang ist er im Westen zu finden. Am Abend des 26. März zieht der zunehmende Halbmond nördlich an ihm vorbei. Vom Morgenhimmel verabschiedet sich Jupiter nach und nach.

Saturn, der in den vergangenen Monaten nachts sichtbar war, nähert sich der Sonne. Am 25. März steht er in Konjunktion mit ihr und ist dadurch am Taghimmel nicht zu beobachten. Erst Ende Mai erscheint der Ringplanet wieder am Morgenhimmel. Mars bewegt sich durch das Sternbild Wassermann und wandert im Tierkreis nach Norden. Allerdings bleibt der rote Planet am Morgenhimmel weiterhin unsichtbar.

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Wintersternbilder gegen 22 Uhr am Westhimmel

Gegen 22 Uhr sind am westlichen Himmel weiterhin die typischen Wintersternbilder zu beobachten. Im Südwesten steht der Himmelsjäger Orion kurz vor dem Untergang. Ihm folgt der auffallend helle, bläulich funkelnde Sirius im Sternbild Großer Hund. Weiter oben im Südwesten befindet sich, deutlich lichtschwächer als Sirius, Prokyon, der Hauptstern des Kleinen Hundes. Sein Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet "der vorauslaufende Hund". Dies bezieht sich darauf, dass Prokyon aufgrund seiner nördlicheren Deklination stets vor dem hell leuchtenden Sirius aufgeht.

Prokyon zählt zu den besonders hellen Sternen und erscheint in gelblichem Licht. Mit einer Entfernung von lediglich 11,4 Lichtjahren gehört er zu den sonnennächsten Sternen. Er verfügt über einen Begleitstern, der ihn innerhalb von 41 Jahren einmal umrundet. Dieser Begleiter ist jedoch sehr lichtschwach und wird vom Hauptstern überstrahlt, sodass er nur mit großen Teleskopen sichtbar ist.

Hoch am Himmel stehen weiterhin die Zwillinge. Der Stier mit seinem orangefarbenen Hauptstern Aldebaran ist dagegen dicht über dem Westhorizont zu sehen und nähert sich seinem Untergang. Im Nordwesten leuchtet auffällig hell die gelbe Kapella im Sternbild Fuhrmann.

Der Löwe übernimmt den Himmel

Der Große Wagen steht nahezu im Zenit, während Kassiopeia – das markante Himmels-W – im Nordwesten tiefer sinkt. Den südlichen Himmel beherrscht nun der Löwe, das prägende Sternbild des Frühlings. Sein bläulich schimmernder Hauptstern Regulus trägt einen Namen mit der Bedeutung "Königsstern" und ist 79 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die gedachte Linie zwischen Regulus und Denebola bildet die Basis des Löwenkörpers. Denebola bedeutet "Schwänzchen des Löwen", ein Name arabischen Ursprungs.

Der Löwe lässt sich am Südhimmel gut erkennen. In der Mythologie stellt er den nemeischen Löwen mit seinem unverwundbaren Fell dar. Herkules musste das Tier erwürgen, da weder Speer noch Schwert seine Haut durchdringen konnten. Auch Herkules findet sich als Sternbild am Himmel wieder, ist jedoch durch die Aufhellung des Nachthimmels in Städten kaum auszumachen, da seine Sterne im künstlichen Licht verblassen. Im Südosten ist bereits die Jungfrau mit ihrem bläulichen Hauptstern Spica aufgegangen. Tief im Osten leuchtet der orangefarbene Arktur, der Hauptstern im Sternbild Bärenhüter, auch Boötes genannt.

Am 3. des Monats wird um 12.38 Uhr die Vollmondphase erreicht. Der helle Mond steht am Abend dann vor dem Hintergrund des Sternbildes Löwe. Am 10. befindet er sich in einer Entfernung von 404.384 Kilometern in Erdferne. Die Neumondphase tritt am 19. um 2:23 Uhr ein. Mit einer Distanz von 366.857 Kilometern erreicht der Mond am 22. seine Erdnähe. In der Nacht vom 26. auf den 27. März zieht der zunehmende Halbmond zwischen Jupiter und dem Zwillingsstern Pollux hindurch.


Ein besonderes Schauspiel am Abendhimmel

Am 29. März schiebt sich der zunehmende Mond vor Regulus, den Hauptstern des Löwen. Dieses eindrucksvolle Ereignis beginnt in Hamburg um 19:28 Uhr, in Berlin um 19:31 Uhr und in München um 19:25 Uhr. Etwa eine Stunde später wird Regulus jeweils am westlichen Mondrand wieder sichtbar. Die Bedeckung kann mit bloßem Auge verfolgt werden, aufgrund der Blendwirkung des Mondlichts empfiehlt sich jedoch die Beobachtung mit einem Fernglas.

Am 12. März um 15 Uhr verlässt die Sonne das Sternbild Wassermann und tritt in das Sternbild Fische ein. Um 15:46 Uhr überschreitet sie am 20. den Himmelsäquator und wechselt auf die nördliche Himmelshalbkugel. Damit beginnt der astronomische Frühling. Ebenfalls am 20. März findet die Tagundnachtgleiche, das Äquinoktium, statt. Der Punkt, an dem die aufsteigende Sonnenbahn den Himmelsäquator schneidet, heißt Frühlingspunkt. Gegenwärtig liegt er im Sternbild Fische. Da er zugleich den Beginn des Tierkreiszeichens Widder markiert, trägt er auch die Bezeichnung Widderpunkt.

Nach dem 20. März sind die Tage in unseren Breiten wieder länger als die Nächte. Am Sonntag, dem 29. März 2026, startet die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). In der Nacht werden die Uhren von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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