Olympische Winterspiele
Trump nannte ihn "Loser": So kontert Olympia-Athlet Hess
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Trump plant Geheimbesuch bei Olympia (17. Februar)
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Trumps Zweifel an seiner Eignung beantwortet der US-Freestyler Hunter Hess auf sportliche Art – und qualifiziert sich fürs Finale. Was er dem Präsidenten danach zu sagen hatte.
Erst qualifiziert er sich für das Finale des olympischen Halfpipe-Wettbewerbs in Mailand und Cortina. Dann zeigt er mit den Fingern demonstrativ ein "L" in die Kamera und meint damit mutmaßlich das Zeichen für "Verlierer" (englisch: "Loser"). Dies ist offenbar US-Freestyler Hunter Hess' Antwort darauf, dass Donald Trump ihm seine Eignung als Athlet im Olympiateam der USA abgesprochen hat.
Trump: Hess vertritt USA nicht bei Olympia
Angefangen hatte alles vor Beginn der Winterspiele, als sich Hess mit anderen Teilnehmenden aus den USA kritisch über die politische Lage in der Heimat äußerte. "Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, fühle ich mich vertreten. Aber nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert", hatte er gesagt.
Dem US-Präsidenten hatte diese Offenheit scheinbar nicht gefallen. Er bezeichnete Hess daraufhin als "echten Loser" und unterstellte dem Freestyler auf seiner Plattform Truth Social, die USA bei den Olympischen Spielen nicht zu vertreten. Wenn das der Fall sei, hätte sich Hess nicht darum bemühen sollen, Teil des US-Teams zu werden. Es sei schade, dass er bei Olympia dabei sei, schrieb Trump. "Es ist sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern."
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Hess: "Werde mich von solchen Kontroversen nicht aufhalten lassen"
Nach der erfolgreichen Finalqualifikation, bei der er den fünften Platz belegte, sagte Hess über Trumps Kommentare: "Ich habe so hart gearbeitet, um hier zu sein. Ich habe mein ganzes Leben geopfert, um das zu erreichen. Ich werde mich von solchen Kontroversen nicht aufhalten lassen."
Er bestritt, die USA nicht vertreten zu wollen, und beteuerte, dass ihm seine Heimat am Herzen liege: "Ich liebe die Vereinigten Staaten von Amerika. Das kann ich gar nicht oft genug sagen." Er habe das Gefühl gehabt, dies in seiner ursprünglichen Erklärung zum Ausdruck gebracht zu haben, sei aber anscheinend missverstanden worden. "Ich bin so glücklich, hier zu sein, so glücklich, das Team USA zu vertreten", betonte Hess.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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