Illegales Straßenrennen?

235 km/h auf der A3: Polizei stoppt Porschefahrer

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Auf der A3 soll ein 23-jähriger Niederländer mit seinem Porsche 911 bei dichtem Verkehr massiv gerast sein. Jetzt laufen Ermittlungen wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine rasante Fahrt auf der A3 bei Koblenz hat für einen 23-jährigen Niederländer ernste Folgen.

  • Der Fahrer eines Porsche 911 soll bei hohem Verkehrsaufkommen andere massiv gefährdet haben.

  • Die Polizei ermittelt nun wegen Rennens und Straßenverkehrsgefährdung.

Mit bis zu 235 Stundenkilometern soll ein 23-jähriger Niederländer auf der Autobahn 3 bei Koblenz ein verbotenes Rennen gefahren und dabei zahlreiche andere Verkehrsteilnehmer massiv gefährdet haben. Die Polizei stoppte den Fahrer eines Porsche 911 nach einer äußerst riskanten Fahrt und leitete ein Strafverfahren gegen ihn ein.

Nach bisherigen Ermittlungen fiel der junge Fahrer zunächst durch besonders rücksichtsloses Verhalten auf. Er soll einer Zivilstreife mit viel zu geringem Abstand aufgefahren sein und im weiteren Verlauf mehrfach verbotswidrig rechts überholt haben. Dabei nutzte er offenbar konsequent jede freie Lücke, scherte knapp vor anderen Fahrzeugen wieder ein und setzte seine Fahrt mit sehr hoher Geschwindigkeit fort.


Hohes Verkehrsaufkommen auf der A3

Selbst als die eingesetzte Zivilstreife mit geeichten 230 km/h unterwegs war, konnte sie den Porschefahrer zunächst nicht einholen. Stattdessen vergrößerte sich der Abstand weiter. Besonders brisant: Zum Zeitpunkt der Fahrt herrschte auf der A3 bereits ein für die Mittagszeit hohes Verkehrsaufkommen. Nach Einschätzung der Ermittler blieb es wohl nur durch glückliche Umstände bei keiner Kollision.

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Bei der anschließenden Kontrolle ergaben sich außerdem Hinweise auf Drogenkonsum. Ein Vortest schlug positiv auf THC an. Der 23-Jährige gab an, gemeinsam mit seinem Vater einen Coffeeshop im niederländischen Eindhoven zu betreiben und aus beruflichen Gründen regelmäßig Cannabis zu konsumieren. Daraufhin wurde eine Blutprobe angeordnet. Zudem stellten die Beamten den niederländischen Führerschein des Mannes sicher.

Weil der Beschuldigte seinen Wohnsitz im Ausland hat, wurde zur Sicherung des Verfahrens eine Zahlung in Höhe von 10.000 Euro festgesetzt, die er noch vor Ort beglich. Laut Polizei zeigte der Mann zu keinem Zeitpunkt Einsicht in sein Verhalten. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Die Auswertung von Videoaufnahmen läuft weiter, um mögliche weitere gefährdete Verkehrsteilnehmer zu identifizieren.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Presseportal.de

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