Ringen um Frieden

Nach Trump-Drohungen: Iran unterbricht Friedensgipfel in der Schweiz

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

:newstime

Iran-Deal in der Schweiz?

Videoclip • 01:52 Min • Ab 12


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Parallel zu den Gesprächen zwischen iranischen und US-Vertretern in der Schweiz verschärft Donald Trump mit Drohungen gegen Teheran den Ton. Das kommt bei der iranischen Delegation offenbar nicht gut an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran protestiert gegen Trumps Drohungen bei den Gesprächen in Bürgenstock.

  • Teheran wertet die Drohungen laut der Nachrichtenagentur Tasnim als möglichen Verstoß gegen das Abkommen.

  • Das Treffen wurde kurz unterbrochen, die Gespräche laufen aber offenbar weiter.

Eklat in der Schweiz: Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hat die iranische Delegation in Bürgenstock Protest gegen die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump eingelegt. Dem englischsprachigen Staatssender Press TV zufolge prüfe die iranische Abordnung nun eine angemessene Reaktion darauf.

Laut Tasnim gelten auch Drohungen im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und dem Iran als Verstoß, der Teheran zu einer Reaktion berechtigt. Tatsächlich verpflichten sich beide in der Vereinbarung, auf Angriffe und Drohungen zu verzichten.

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Treffen offenbar kurzzeitig unterbrochen

Kurz darauf berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna, das Treffen zwischen dem Iran, der USA, Pakistan und Katar sei nach 80 Minuten für interne Beratungen unterbrochen worden. Vertreter der iranischen Delegation haben sich dazu bislang nicht offiziell geäußert.

Am Sonntagnachmittag (21. Juni) hatte US-Präsident Donald Trump Drohungen in Richtung Teheran gesendet. Der Iran müsse seine "hoch bezahlten Stellvertreter" im Libanon unverzüglich daran hindern, Unruhe zu stiften, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart treffen", erklärte Trump.

Auch in den News:

Trump droht Iran wegen Straße von Hormus

Dem Sender Fox News sagte Trump, er habe dem Iran wegen der Straße von Hormus eine dringende Warnung übermittelt. "Wenn ihr sie schließt, habt ihr kein Land mehr", wurde Trump von Fox News zitiert. "Ihr werdet nicht einmal mehr in euer verdammtes Land zurückkehren können."

Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen Diplomaten, der an dem Treffen in der Schweiz teilnehme, die Gespräche zwischen den USA und dem Iran dauerten an.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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