Nach Insolvenz

Kahla Porzellan schließt Ende des Jahres – endgültiges Aus für Traditionsunternehmen

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von Christopher Schmitt

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Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


Schon zu DDR-Zeiten wurde in Thüringens bekanntester Porzellanmanufaktur gefertigt. Ende des Jahres ist Schluss: Auf die Insolvenz folgt das Ende des Traditionsunternehmens Kahla Porzellan.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Kahla Porzellan schließt Ende des Jahres ein Traditionsbetrieb aus Thüringen endgültig seine Pforten.

  • Knapp 100 Mitarbeiter:innen sind vom Ende des Unternehmens betroffen.

  • Im März hatte die Manufaktur erneut Insolvenz angemeldet.

Es ist das endgültige Aus für eine der bekanntesten Adressen deutschen Porzellans: Die Porzellanmanufaktur Kahla in Thüringen wird ihren Betrieb nach einer erneuten Insolvenz zum Ende dieses Jahres einstellen. Damit endet eine über 170 Jahre währende Geschichte industrieller Porzellanfertigung südlich von Jena. Insolvenzverwalter Rombach sprach davon, das traditionsreiche Unternehmen "entsprechend seiner Bedeutung würdevoll zu verabschieden".

Derzeit sind knapp 100 Mitarbeiter:innen bei Kahla beschäftigt. Der Betrieb soll bis Jahresende geordnet abgewickelt werden, bestehende Aufträge sollen noch erfüllt werden. Die auf Lager produzierte Ware will Rombach noch in den ersten Monaten des Jahres 2027 über den Werksverkauf und den Onlinehandel verkaufen.

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Retter-Suche blieb ohne Erfolg

Insolvenzverwalter Rombach zog eine bittere Bilanz: Trotz monatelanger intensiver Suche nach einem Retter sei es schlicht nicht gelungen, eine tragfähige Übernahmelösung zu finden. Zuletzt hatte es konkrete Verhandlungen mit einem türkischen Investor gegeben – auch diese scheiterten ohne Ergebnis. Parallel dazu war das Land Thüringen frühzeitig in die Suche eingebunden worden. Sowohl das Wirtschaftsministerium als auch die Staatskanzlei wurden laufend informiert. Geholfen hat es am Ende nicht.

"Alle Beteiligten waren sich der Bedeutung dieses Unternehmens bewusst. Umso bitterer ist es, dass trotz intensiver Bemühungen keine tragfähige Lösung erreicht werden konnte", sagte Rombach.


Eine Geschichte voller Brüche

Kahla war nie ein leichtes Pflaster. Zu DDR-Zeiten hatte der VEB Feinkeramik mit seinen 17 Betrieben und rund 18.000 Beschäftigten die gesamte Region geprägt. Nach der Wiedervereinigung endete die Privatisierung zunächst in der Pleite, bevor 1994 die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH neu gegründet wurde.

Im März 2026 hatte das Unternehmen zum zweiten Mal innerhalb von sechs Jahren Insolvenz angemeldet. Als Gründe nannte es eine schwache Auftragslage, Kaufzurückhaltung in der Gastronomie sowie hohe Energiekosten. Hinzu kamen weiter gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Krieges. Schon im Mai 2026 hatte Insolvenzverwalter Rombach noch optimistisch von einem "König der Porzellanhersteller in Thüringen" gesprochen, den es unbedingt zu erhalten gelte. Der Jahresumsatz hatte zuletzt bei nur noch sieben bis acht Millionen Euro stagniert.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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