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Trump will wohl Journalisten aus dem Weißen Haus werfen – und dafür einen Pool bauen
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Weißes Haus: Trump will Pool statt Presseraum
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Donald Trump denkt schon über das nächste Umbau-Projekt nach – dieses Mal direkt im Weißen Haus. Der Presseraum soll einem Schwimmbecken weichen.
Das Wichtigste in Kürze
Donald Trump soll den Presseraum des Weißen Hauses in einen Swimmingpool umbauen wollen.
Journalist:innen würden damit aus dem Gebäude verdrängt.
Konkrete Baupläne sind bislang nicht bekannt.
US-Präsident Donald Trump träumt von einem Pool im Weißen Haus – und zwar genau dort, wo bislang Journalist:innen arbeiten und Pressekonferenzen stattfinden.
Laut Berichten der "New York Times" hat Trump gegenüber Mitarbeiter:innen vorgeschlagen, den Presseraum des Weißen Hauses in ein Schwimmbad umzuwandeln. Gleichzeitig soll er erwogen haben, Journalist:innen vollständig aus dem Gebäude auszuschließen.
Was nach einer skurrilen Schnapsidee klingt, hat historischen Hintergrund: Der Presseraum wurde 1970 über einem Pool errichtet, den einst Präsident Franklin Roosevelt aus gesundheitlichen Gründen nutzte. Trump würde damit gewissermaßen zu den Ursprüngen zurückkehren – nur eben ohne Presse.
Auch in den News:
Schon länger ein Gedankenspiel
Neu ist die Idee nicht. Schon seit seiner ersten Amtszeit zwischen 2017 und 2021 soll Trump immer wieder damit geliebäugelt haben, Journalist:innen aus dem Weißen Haus zu verbannen, wie das "Wall Street Journal" bereits vor einigen Wochen berichtete.
Ende September goss Trump auf seiner Plattform Truth Social Öl ins Feuer: Er postete eine Fotomontage, die den derzeitigen Presseraum neben einem pompösen Schwimmbad zeigt. Konkrete Baupläne sind bislang nicht bekannt.
Der mögliche Umbau wäre weit mehr als eine Innenarchitektur-Entscheidung. Die räumliche Nähe der Presse zur Regierungszentrale gilt in den USA als Symbol für die Bedeutung einer freien Presse in der Demokratie. Ihre Verdrängung hätte nach Einschätzung der "New York Times" eine "hohe symbolische Bedeutung".
Ein Angriff auf die Pressefreiheit
Trumps Pool-Fantasie kommt nicht aus dem Nichts. In seiner zweiten Amtszeit hat der Präsident den Druck auf unliebsame Medien systematisch erhöht. Im September ließ er CNN, MSNBC und das Medienhaus "Politico" aus dem Weißen Haus verbannen. Die betroffenen Medien klagten, ein Bundesrichter ordnete vorübergehend die Wiederherstellung ihrer Presseausweise an – eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Darüber hinaus verloren Nachrichtenagenturen wie Associated Press, Reuters und Bloomberg ihre festen Plätze im sogenannten Presse-Pool des Weißen Hauses. Trump klagte zudem verschiedene Medien wegen ihrer Berichterstattung auf hohe Strafzahlungen und beleidigt Journalist:innen regelmäßig, wenn ihm ihre Fragen nicht passen. Kritiker:innen sehen die Pressefreiheit in den USA in ernsthafter Gefahr.
Ob aus dem Presseraum tatsächlich ein Swimmingpool wird, bleibt abzuwarten. Eines allerdings steht fest: Trump baut in Washington, was er will – und wie er will. Der abgerissene Ostflügel des Weißen Hauses, ein geplanter Riesenballsaal für bis zu Hunderte Millionen Dollar, ein neuer Helikopterlandeplatz und ein blau angestrichener Reflecting Pool, der prompt grün wurde, legen beredtes Zeugnis davon ab.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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