Arbeitsplätze in Gefahr?
Wolfgang Grupp über KI bei Trigema: "Kinder müssen Wandel der Zeit erkennen"
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von Michael Reimers:newstime
Wolfgang Grupp: Verblüffende Fakten über den Trigema-Patriarchen
Videoclip • 01:15 Min • Ab 12
Der Aufstieg Künstlicher Intelligenz geht auch am Familienunternehmen Trigema nicht spurlos vorbei. Doch wie steht Ex-Chef Wolfgang Grupp zu den neuen Möglichkeiten?
Der ehemalige Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat keine Angst vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz (KI). In einem Interview mit dem SWR stellte der Familienunternehmer mit Blick auf digitale Neuerungen klar: "Der Wandel der Zeit, den musste ich mitmachen, und den müssen meine Kinder auch rechtzeitig erkennen und mitmachen." Mittlerweile lenken Tochter Bonita Grupp sowie Sohn Wolfgang Grupp Junior die Geschicke des Textilunternehmens.
Diesen Wandel betrachtet der Trigema-Patriarch pragmatisch. "Heute nennt man es KI. Es gab früher eine Automation, Rationalisierung, Maschinen, die mehr Arbeitsgänge machen konnten, das gab's ja immer", stellte Grupp klar. Und das müsse mitgenommen werden.
Ein "Entlassen von Mitarbeitern gibt's nicht"
Doch er sieht durchaus die Folgen für den Arbeitsmarkt: "Ich bin sicher, dass die KI natürlich auch vielleicht irgendwo Arbeitsplätze ersetzt", so Grupp im Gespräch mit dem SWR. "Und da müssen meine Kinder aufpassen, dass sie da rechtzeitig dabei sind."
Was zunächst danach klingt, als würde auch bei Trigema über Stellenstreichungen im Zuge von KI nachgedacht, wird direkt wieder eingefangen – mit einer Klarstellung, die auch für seine Kinder gilt: "Entlassen von Mitarbeitern gibt's nicht. Wir müssen immer Mitarbeiter beschäftigen, 100 Prozent, und das werden sie auch so machen." Aber die KI werde sicherlich dafür sorgen, dass Engpässe, beispielsweise bei der Suche nach einer Näherin, seltener würden.
Immer wieder äußert sich der ehemalige Trigema-Boss, der nach seinem Suizid-Versuch kurzlich seine Waffe und seinen Jagdschein abgegeben hat, zu gesellschaftlichen Themen: "Wer älter wird, muss länger arbeiten", ist etwa seine Meinung zur Rente.
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