Abbau von Jobs
Carl Zeiss Meditec plant harten Einschnitt: Bis zu 1.000 Stellen auf dem Prüfstand
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von dpa:newstime
Arbeitsmarkt: Flaute statt Aufschwung (31. März)
Videoclip • 01:50 Min • Ab 12
Ein hartes Signal aus Ostdeutschland: Das Unternehmen Carl Zeiss Meditec gerät unter großen wirtschaftlichen Druck. Jetzt steht fest: Zahlreiche Stellen könnten von einem Abbau betroffen sein.
Das Wichtigste in Kürze
Carl Zeiss Meditec plant ein umfangreiches Sparprogramm.
Weltweit könnten in den kommenden drei Jahren bis zu 1.000 Stellen betroffen sein.
Hintergrund sind anhaltende Probleme im wichtigen China-Geschäft.
Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec will angesichts der Probleme in seinem wichtigen China-Geschäft seine Kosten senken. Von den Einsparungen könnten in den nächsten drei Jahren bis zu 1.000 Stellen weltweit betroffen sein, teilte das SDax-Unternehmen am Dienstag (12. Mai) in Jena mit. Dadurch soll sich das Ergebnis bis zum Geschäftsjahr 2028/29 im Vergleich zum laufenden Berichtszeitraum um jährlich mehr als 200 Millionen Euro verbessern.
Carl Zeiss Meditec ist die börsennotierte Tochter des Technologieunternehmens Zeiss mit Sitz in Oberkochen (Ostalbkreis). Dort sind rund 1.100 Menschen bei dem Medizintechnikunternehmen beschäftigt im Bereich der Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Lösungen für die Augenheilkunde und Mikrochirurgie. Unter anderem werden dort Operationsmikroskope produziert.
Ein Sprecher der Muttergesellschaft sagte zu dem möglichen Arbeitsplatzabbau: "Konkrete Entscheidungen zu einzelnen Standorten und Funktionen stehen noch aus und werden in Abstimmung mit den relevanten Gremien und Arbeitnehmervertretungen getroffen."
Verlagerung ins Ausland im Gespräch
Konkret will der Augenheilkundespezialist Teile seines Geschäfts in kostengünstigere Länder verlagern, auch die Lieferketten im Einkauf sollen optimiert werden und weniger profitable Produkte aus dem Portfolio verschwinden.
Nach einem bereits schwachen Jahresstart hatte der Konzern auch im zweiten Geschäftsquartal (Ende März) Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Für das Gesamtjahr soll der Erlös nun 2,15 bis 2,2 Milliarden Euro erreichen, dies wäre ein Rückgang um bis zu 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Carl Zeiss Meditec AG gehört zu den umsatzstärksten Industrieunternehmen in Ostdeutschland. Beschäftigt werden im In- und Ausland rund 5.800 Mitarbeiter:innen, darunter mehr als 2.400 in Deutschland. Produziert werden Laser, OP-Mikroskope, Geräte sowie künstliche Linsen zur Behandlung von Augenerkrankungen.
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