USA: Streit um Militärbestände

Hegseth droht Senator Kelly mit neuen Ermittlungen

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

:newstime

Hegseth entlässt Marineminister

Videoclip • 01:22 Min • Ab 12


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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wirft Senator Mark Kelly Geheimnisverrat vor. Hintergrund sind Aussagen über geschrumpfte Waffenbestände der USA nach dem Iran-Krieg. Kelly weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pete Hegseth wirft Senator Mark Kelly den Verrat vertraulicher Informationen vor.

  • Kelly hatte vor leeren US-Munitionslagern nach dem Iran-Krieg gewarnt.

  • Der Senator weist die Vorwürfe zurück und spricht von öffentlichen Aussagen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat dem demokratischen Senator Mark Kelly mit neuen Ermittlungen gedroht. Anlass sind Aussagen Kellys über den Zustand der amerikanischen Waffenarsenale nach dem Krieg im Iran.

Auf der Plattform X schrieb Hegseth: "'Captain' Mark Kelly schlägt wieder zu. Jetzt plappert er im Fernsehen (falsch und dumm) über eine VERTRAULICHE Unterrichtung des Pentagons, die er erhalten hat." Weiter erklärte der Pentagon-Chef: "Hat er seinen Eid gebrochen … schon wieder? Die Rechtsabteilung wird das prüfen."

Kelly warnt vor leeren Beständen

Kelly hatte zuvor im US-Sender CBS erklärt, die Vereinigten Staaten hätten große Mengen an Raketen und Munition verbraucht. "Es ist schockierend, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben", sagte der Senator aus Arizona.

Nach seinen Angaben werde es Jahre dauern, die Vorräte wieder auf das frühere Niveau zu bringen. Kelly verwies dabei unter anderem auf Tomahawk-Marschflugkörper, ATACMS-Raketen sowie Munition für das Patriot-Abwehrsystem.

"Wir haben viel Munition verbraucht. Und das bedeutet, dass die Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung beeinträchtigt ist", sagte Kelly weiter. Mit Blick auf mögliche Konflikte mit China oder anderen Staaten warnte er vor den Folgen leerer Lagerbestände.

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Senator weist Vorwürfe zurück

Der Demokrat reagierte wenig später ebenfalls auf X auf die Vorwürfe des Verteidigungsministers. "Wir haben dieses Gespräch vor einer Woche in einer öffentlichen Anhörung geführt, und Sie sagten, es würde 'Jahre' dauern, einige dieser Vorräte wieder aufzufüllen. Das ist keine geheime Information, sondern ein Zitat von Ihnen", schrieb Kelly.

Zugleich kritisierte er die Regierung von Präsident Donald Trump. "Dieser Krieg ist mit enormen Kosten verbunden, und Sie und der Präsident haben dem amerikanischen Volk immer noch nicht erklärt, was das Ziel ist."

Auch in den News:

Eine Analyse des Center for Strategic and International Studies kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass die USA erhebliche Teile ihrer Präzisionsmunition verbraucht haben. Demnach seien die Bestände bei bestimmten Raketensystemen und Patriot-Munition teils um rund die Hälfte geschrumpft.

Für Kelly ist es nicht der erste Konflikt mit Hegseth. Bereits Anfang des Jahres hatte der Minister Ermittlungen gegen den früheren Navy-Piloten angestoßen. Ein Berufungsgericht soll dem Vorgehen laut CNN zuletzt jedoch kritisch gegenübergestanden haben.


Verwendete Quellen:

ntv: "Hegseth droht Senator Kelly mit Ermittlungen wegen Geheimnisverrats"

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