Trigema-Patriarch
Wolfgang Grupp zu Rente und Lebenserwartung: "Wer älter wird, muss länger arbeiten"
Aktualisiert:
von Jacqueline Bittl:newstime
Wolfgang Grupp ist zurück bei Trigema (17. März)
Videoclip • 56 Sek • Ab 12
Trigema-Gründer Wolfgang Grupp plädiert für eine automatische Kopplung von Renteneintritt und Lebenserwartung. Weil er selber noch täglich im Büro arbeitet, vermisst er die politische Debatte darüber.
Der Unternehmer Wolfgang Grupp plädiert für eine automatische Kopplung zwischen Renteneintritt und Lebenserwartung. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte sich der ehemalige Trigema-Chef: "Wenn wir älter werden, dann müssen wir auch länger arbeiten."
Grupp schlägt vor, dass Personen, die später geboren wurden und daher eine statistisch höhere Lebenserwartung haben, entsprechend länger berufstätig sein sollten. Der 84-Jährige argumentiert, dass mit steigender Lebenserwartung auch die Arbeitszeit proportional angepasst werden müsse.
Auch in den News:
Grupp bemängelt, dass diese "Logik" in der politischen Diskussion kaum eine Rolle spiele. Nach seiner Ansicht sei es nicht akzeptabel, dass Menschen einfach immer längere Rentenbezugsdauern haben könnten. Er selbst würde als Berater noch mit 84 Jahren täglich in seinem Büro arbeiten.
In seinen 55 Jahren Unternehmertätigkeit habe Wolfgang Grupp nie Kurzarbeit umgesetzt und keine Mitarbeiter:innen aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt. Selbst in Krisenphasen wie der Pandemie hielt er an garantierten Arbeitsplätzen und Gehältern fest. Nach Grupps Überzeugung sind Probleme zwar unvermeidlich, aber es kommt darauf an, sie rasch zu bewältigen.
Seine Entscheidungen treffe der Trigema-Patriarch schnell und intuitiv, korrigiere sie bei Bedarf aber später. Bereut hat er bislang keine einzige Entscheidung. "Das Schlimmste ist, nicht zu entscheiden."
Mehr News zu Trigema und Wolfgang Grupp:
Grupp senior zählt zu den bekanntesten und markantesten Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands. Berühmtheit erlangte er durch ikonische Werbespots, in denen ein Schimpanse – gekleidet in weißem Hemd und schwarzer Krawatte – für T-Shirts und Sweatshirts des Unternehmens warb.
Trigema produziert Unterwäsche, Freizeit- und Sportkleidung und bewirbt sich mit dem Angebot, zu 100 Prozent "Made in Germany" herzustellen. Anfang 2024 übergab Grupp die Geschäftsführung an seinen Sohn und seine Tochter und zog sich aus der Chefposition zurück. Beide Kinder waren bereits vorher im Unternehmen tätig.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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