Gewerkschaft Verdi
Wieder ÖPNV-Warnstreik: Welche Bundesländer am Donnerstag betroffen sind
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Erneut ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern
Videoclip • 01:25 Min • Ab 12
Verdi ruft zu neuen Warnstreiks im Nahverkehr auf: Am Donnerstag müssen sich Fahrgäste in mehreren Bundesländern auf Einschränkungen im ÖPNV gefasst machen.
Das Wichtigste in Kürze
Verdi hat für den kommenden Donnerstag (19. März) zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen.
Busse und Bahnen sollen unter anderem in Bayern und NRW nicht fahren – weitere Bundesländer könnten zudem noch folgen.
Es handelt sich um den dritten großflächig koordinierten Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV.
Der Arbeitskampf im ÖPNV geht weiter – und Fahrgäste müssen sich erneut auf starke Beeinträchtigungen einstellen. Erneut hat die Gewerkschaft Verdi in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Einer Mitteilung der Gewerkschaft zufolge soll in Bayern, dem Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg am Donnerstag (19. März) Stillstand bei Bussen und Bahnen herrschen.
Weitere Bundesländer könnten folgen: In Hessen entscheide sich im Laufe des Montags (16. März) nach den aktuellen Verhandlungen, ob die Gewerkschaft dort ebenfalls zum Arbeitskampf aufruft, hieß es. Am Mittwoch (18. März) soll die Entscheidung in Bremen getroffen werden.
Bereits am Dienstag (17. März) müssen Fahrgäste in den meisten Regionen NRWs aufgrund eines Streiks umplanen. Verdi hatte bereits in der vergangenen Woche hierzu aufgerufen. Zudem sollen Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren am Montag (16. März) ihre Arbeit niederlegen. Nicht nur tief im Westen wird bereits Montag gestreikt, auch in Sachsen ist der ÖPNV weitgehend lahmgelegt.
Verdi-Vize: "In vielen Ländern stehen wir am Anfang"
In den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV ist dies bereits der dritte großflächig koordinierte Verdi-Arbeitskampf, der in mehreren Bundesländern geführt wird. Einigungen gibt es jedoch auch schon – in Baden-Württemberg und in Schleswig-Holstein.
"In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang", so die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle. "Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern. Allerdings können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es müssen dringend Lösungen her."
Im Gegensatz zu vorigen Ausständen, als der Nahverkehr nahezu bundesweit und teils über mehrere Tage hinweg stillstand, sind diesmal weniger Bundesländer betroffen. Wie zuletzt dürfte es allerdings regional Unterschiede bei Streikdauer und -beginn geben.
Auch in den News:
Verdi will Arbeitsbedingungen verbessern
In den Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden und Verkehrsunternehmen zielt Verdi in den meisten Bundesländern auf bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge ab. Diese regeln etwa Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. Um höhere Löhne und Gehälter geht es zusätzlich in Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen sowie bei der Hamburger Hochbahn.
Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht, während der nicht gestreikt werden darf.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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