Riesige Fusion
Tesla trifft SpaceX: Musk gibt grünes Licht für Mega-Deal
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Musks SpaceX erzielt Milliardengewinn
Videoclip • 01:04 Min • Ab 12
Er hat es jahrelang offengelassen. Jetzt spricht Elon Musk Klartext: Sein Elektroautobauer Tesla und die Weltraumfirma SpaceX sollen möglicherweise zu einem einzigen Konzern verschmelzen.
Das Wichtigste in Kürze
Elon Musk hält eine Fusion von Tesla und SpaceX für eine gute Idee.
Bei beiden Konzernen seien bereits Ausschüsse zur Prüfung eingesetzt.
Es wäre der größte Firmendeal der Geschichte, doch sicher ist noch nichts.
Es wäre die Fusion der Superlative. Musk, der sowohl Tesla als auch SpaceX führt, hat in einer Videokonferenz zu den SpaceX-Quartalszahlen bestätigt, dass beide Unternehmen auf Wunsch ihrer Aktionär:innen eigens dafür eingerichtete Ausschüsse gebildet haben, die einen möglichen Zusammenschluss prüfen sollen.
Er selbst sitzt in diesen Gremien wegen möglicher Interessenkonflikte nicht mit am Tisch – kein Wunder, schließlich ist er Großaktionär beider Firmen.
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Einen Hehl aus seiner Meinung macht Musk dabei nicht: Ein Zusammengehen der beiden Konzerne sei aus seiner Sicht eine gute Idee, sagte er. Gleichzeitig bremste er allzu große Erwartungen: Von einem sicheren Abschluss zu sprechen, wäre übertrieben. Für einen Vollzug bräuchte es die Zustimmung von mindestens der Hälfte aller Tesla-Aktionär:innen.
Billionen treffen auf Billionen
Die Dimension des möglichen Deals ist schwindelerregend. SpaceX ist an der Börse derzeit mehr als 1,9 Billionen Dollar wert, Tesla kommt auf rund 1,48 Billionen Dollar.
Zusammen wäre es die größte Unternehmensfusion der Geschichte. Beide Bewertungen spiegeln allerdings weniger das aktuelle Geschäft wider als vielmehr das Vertrauen der Märkte darin, dass Musk seine hochgesteckten Versprechen einlöst.
Robotaxis, Raketen, KI – ein Konzern für alles?
Was nach Science-Fiction klingt, hat durchaus wirtschaftliche Logik. Tesla soll sich vom klassischen Elektroauto-Anbieter in einen Konzern für selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter verwandeln – auch wenn dort starke Konkurrenten warten. SpaceX wiederum hat sich vom Raketenstarter längst zum Technologiegiganten entwickelt: Das Satelliteninternet Starlink und KI-Rechenzentren sorgen für den Löwenanteil der Einnahmen.
Investor und Branchenkenner Gene Munster sieht im Zusammengehen beider Firmen echten wirtschaftlichen Sinn: Tesla bringe mit, was SpaceX bisher fehle – nämlich die Fähigkeit, Künstliche Intelligenz über Fahrzeuge und Roboter direkt in der realen Welt einzusetzen. Er geht deshalb von einer Zustimmung der Aktionäre aus. "Es wäre in jeder Hinsicht das einzigartigste Unternehmen der Welt", sagte Munster dem Sender CNBC.
Macht und Motive
Für Musk hätte ein Zusammenschluss noch einen weiteren, sehr persönlichen Vorteil. Bei SpaceX hat er dank Aktien mit Mehrstimmrecht ohnehin die volle Kontrolle. Bei Tesla ist das anders – und er strebt schon seit Jahren eine Führungsposition an, die ihn unangreifbar macht. Eine Tesla-Übernahme durch SpaceX würde bestehende Zielmarken für sein geplantes riesiges Aktienpaket hinfällig machen – und ihm die Kontrolle verschaffen, die er sich wünscht.
Die Märkte reagierten zunächst verhalten: Die Tesla-Aktie legte nach der Ankündigung im nachbörslichen Handel nur um gut zwei Prozent zu – ein Zeichen, dass Anleger:innen keinen großen Aufschlag bei einem Zusammenschluss erwarten. Beide Unternehmen kooperieren bereits beim Aufbau der gewaltigen Chipfabrik Terafab in den USA.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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