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SAP wächst dank Cloud – doch der große Schub soll erst noch kommen
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von Marie-Finn Bruker:newstime
Spahn: Wirtschaftswachstum "Schicksalsfrage der Koalition"
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Die Cloud von Europas größtem Softwarehersteller SAP ist aktuell gefragt. Mit dem großen Umsatzplus rechnet der Konzern jedoch erst 2027. Aktuelle Zahlen und Gründe für das Wachstum hier im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
Umsatzwachstum für SAP: Die erfolgreiche Cloudsoftware bringt dem Unternehmen zunehmend Gewinne ein.
Der Konzernchef Christian Klein betont die Wichtigkeit der Dynamik von KI und Unternehmenskund:innen.
Der vorhergesagte Umsatzanstieg soll währungsbedingt erst 2027 eintreten.
Trotz seiner erfolgreichen Cloudsoftware erwartete SAP vorerst ein langsameres Geschäftswachstum in diesem Jahr. Währungsbedingt rechnet der Softwarehersteller mit einem ähnlichen Gesamtumsatz wie 2025. Der Dax-Konzern geht erst 2027 von einem großen Plus aus, teilt er nach US-Börsenschluss in Walldorf mit.
Diese Prognose stehe jedoch unter dem Vorbehalt, dass sich die Lage im Nahen Osten in naher Zukunft entschärfe. Zum Jahresauftakt lief es für SAP aber bislang besser als gedacht.
Auch in den News:
Erfolg durch Nutzung von KI-Angeboten
Der Umsatz des Konzerns wuchs im insgesamten Jahresvergleich um sechs Prozent auf knapp 9,6 Milliarden Euro. Grund dafür waren vor allem die Gewinne mit Cloudsoftware, sie stiegen um 19 Prozent. Der laut Verträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog – CCB) der Cloud erhöhte sich Ende März um 20 Prozent und damit auf 21,9 Milliarden Euro.
Beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern verzeichnete der Konzern ein Plus von 17 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.
Treiber für diesen Erfolg sieht Konzernchef Christian Klein in der Dynamik rund um Künstliche Intelligenz bei den Unternehmenskund:innen. "Wir wachsen deutlich schneller als der Markt, bauen unsere Marktanteile weiter aus und sehen, wie Kunden zunehmend weitere Lösungen aus unserer Suite sowie verstärkt unsere KI-Angebote nutzen."
Konzernchef rechnet mit Wachstum um 23 bis 25 Prozent
Aus dem Quartalsbericht des Managements geht jedoch hervor, dass das Unternehmen nicht von einem kontinuierlich anhaltenden Anstieg wie zu Beginn des Jahres ausgeht.
Im ersten Quartal musste SAP über 400 Millionen Euro zahlen, um einen alten Rechtsstreit mit Teradata in den USA wegen der Datenbanktechnik Hana beizulegen. Dies belastete den Barmittelfluss.
Das Management führt jedoch an, dass in diesem ersten Viertel dem bereinigten operativen Ergebnis ein Rückgang der Kosten für anteilsbasierte Vergütungen zugutekam. Das Wachstum der Clouderlöse im zweiten Viertel dieses Jahres werde sich demnach voraussichtlich abschwächen.
Für das Gesamtjahr erwartet Konzernchef Klein ein währungsbereinigtes Wachstum der Clouderlöse um 23 bis 25 Prozent. Der Gesamtumsatz war 2025 um elf Prozent währungsbedingt gestiegen. Nun soll er erneut in einem ähnlichen Maße wachsen. Die vorhergesagte Beschleunigung soll erst 2027 beginnen, das Betriebsergebnis 2026 soll trotzdem wie geplant um 14 bis 18 Prozent steigen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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