Trump sieht historischen Schritt
USA vermitteln: Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah wird verlängert
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von Max Strumberger:newstime
Iran-Konflikt: Trump lenkt vorerst ein
Videoclip • 01:31 Min • Ab 12
Die Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon soll nach Willen von US-Präsident Donald Trump um weitere drei Wochen gelten. Nach Gesprächen im Weißen Haus spricht Trump von einem historischen Schritt – doch die Miliz schweigt zunächst.
Das Wichtigste in Kürze
Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon kündigt US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Waffenruhe um drei Wochen an.
Nach einem seltenen Treffen von Vertretern Israels und des Libanon im Weißen Haus ist von einem historischen Moment die Rede.
Bald soll es sogar zu einem gemeinsamen Gipfel mit Netanjahu und Aoun kommen.
Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. Das teilte er nach einem Treffen von Vertretern der verfeindeten Nachbarländer Israel und Libanon im Weißen Haus auf seiner Plattform Truth Social mit. Die derzeit geltende, zehntägige Waffenruhe wäre ohne eine Verlängerung am späten Sonntagabend ausgelaufen. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. Sie hatte nach Verkündung der ersten Waffenruhe offen gehalten, ob sie sich daran halten werde.
Trump kündigt Treffen mit Netanjahu und Aoun an
"Die Vereinigten Staaten werden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihm dabei zu helfen, sich vor der Hisbollah zu schützen", sagte Trump. Zudem werde er in naher Zukunft den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun empfangen.
Das Treffen im Weißen Haus bezeichnete er als historisch. Seinen Angaben zufolge hatten neben Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio auch die US-Botschafter in Israel und im Libanon sowie ranghohe Vertreter Israels und des Libanons teilgenommen.
Seltenes Treffen in Washington
Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Washington direkte Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon gegeben: Deren Botschafter in den USA kamen im US-Außenministerium zu Gesprächen zusammen - das erste Treffen dieser Art seit Jahrzehnten. Der Libanon will den Einfluss der Hisbollah im Land aber eindämmen und ist auch keine aktive Konfliktpartei im Krieg der Miliz mit Israel. Libanons Regierung hat den Druck auf die Hisbollah erhöht.
Israel strebt nach Worten Netanjahus ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an sowie eine Entwaffnung der Hisbollah. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Landes erreichen. Die Hisbollah weigert sich bisher aber, die Waffen abzugeben, und Israels Truppen sind seit anderthalb Jahren im südlichen Libanon stationiert - bisher ohne Aussicht auf einen raschen Abzug. Ein umfassendes Friedensabkommen ist deshalb fraglich.
Auch in den News:
Waffenruhe auch im Iran-Krieg verlängert
Der Krieg im Libanon hängt eng mit dem Iran-Krieg zusammen, weil der Iran der wichtigste Unterstützer der Hisbollah ist und diese auch im Interesse von oder auf Weisung aus Teheran handelt. Auch im Iran-Krieg hat Trump kürzlich eine geltende Waffenruhe kurz vor dem Ablaufen einseitig verlängert. Die Waffen sollen demnach schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Verhandlungstisch kommt, wie Trump miteiltet. Der Iran äußerte sich bisher nicht dazu.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar liefern sich auch die Hisbollah und das israelische Militär eine erneute schwere Konfrontation. Als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei feuert die Hisbollah seit Anfang März erneut Raketen in Richtung Israel. Dabei gab es dort mehrere Tote. Die israelische Luftwaffe reagierte mit massiven Luftangriffen, bei denen mehr als 2.000 Menschen getötet und etwa 1,2 Millionen vertrieben wurden. Das israelische Militär verstärkte zudem seine Präsenz im Südlibanon und rückte dort mit seinen Bodentruppen auch weiter vor, um laut eigenen Angaben gegen die Hisbollah vorzugehen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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