Rücksichtsvolles Reisen

Schweiz startet Benimm-Kampagne für Touristen

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Urlaub im eigenen Land boomt

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


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Das beliebte Urlaubsland Schweiz hat eine Informationskampagne gestartet, um ausländische Gäst:innen für Rücksicht und korrektes Verhalten im Alltag zu sensibilisieren. So sollen auch Spannungen mit Einheimischen abgebaut werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kampagne der drei Schweizer Tourismusverbände soll ausländische Gäst:innen mit einfachen Verhaltensregeln  vertraut machen.

  • Ziel ist es auch, die Akzeptanz von Tourist:innen in der Schweizer Bevölkerung zu erhöhen.

  • Auch das Grillen von Spanferkeln auf Parkplätzen spielt eine Rolle.

Benimmregeln für Schweiz-Besucher:innen

Die Schweiz ist eines der beliebtesten Reiseziele in Europa. Saubere Städte, eine beeindruckende Natur und ein dichtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln locken jedes Jahr Millionen von Tourist:innen an. Das sorgt aber auch immer wieder für Spannungen zwischen Besucher:innen und Einheimischen. Drei große Tourismusverbände reagieren nun mit einer gemeinsamen Kampagne, wie das Portal 20min.ch berichtet.

Unter dem Motto "Travel with care. Leave with memories" ("Reise mit Bedacht. Nimm Erinnerungen mit nach Hause") wollen die Verbände ausländische Gäst:innen für gewisse Anstands- und Verhaltensregeln sensibilisieren. Die Verantwortlichen verfolgen damit zwei Ziele: Die Gäst:innen sollen sich wohler fühlen – und zugleich soll die Akzeptanz für ausländische Feriengäste in der Schweizer Bevölkerung steigen.

Tipps für Reisen in Bahn und Bus

Ein Schwerpunkt der Kampagne liegt dem Bericht zufolge auf dem öffentlichen Verkehr. Die Schweiz verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netz mit Zügen, Bussen und Schiffen, das auch international anerkannt ist. Damit das System nicht nur technisch, sondern auch im Alltag reibungslos funktioniert, brauche es Rücksichtnahme, betonen die Verbände.

Konkret wird etwa darauf hingewiesen, keine Sitze unnötig mit Gepäck zu blockieren. Beim Ein- und Aussteigen lautet die Empfehlung: "Warten Sie, bis Sie an der Reihe sind." So sollen Gedränge, Stress und Konflikte vermieden werden.

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Vorm Fotografieren erst fragen

Die Schweiz ist auch für ihre Ruhe und Idylle bekannt. Damit diese trotz vieler Tourist:innen erhalten bleibt, geben die Verbände weitere Verhaltenstipps. Gäst:innen sollen etwa erst um Erlaubnis fragen, bevor sie fremde Personen fotografieren oder filmen. Auch der Respekt gegenüber privatem Eigentum wird betont.

Zudem rufen die Touri-Verbände dazu auf, lokale Betriebe zu unterstützen, statt sich ausschließlich selbst zu verpflegen. Hintergrund sind Vorfälle aus der Vergangenheit: 2024 sorgten etwa große Reisegruppen in Grindelwald für Ärger, als sie auf einem Parkplatz eigene Spanferkel zubereiteten und das lokale Gewerbe leer ausging.

Auch in den News:

Mehr Harmonie zwischen Tourist:innen und Einheimischen

Viele Tourist:innen kommen in die Schweiz, um die Natur zu erleben: massive Berggipfel, malerische Wanderwege und schöne Seen und Städte begeistern. Damit diese Landschaften intakt bleiben, enthält die Kampagne auch klare Hinweise zum Verhalten in der Natur.

Empfohlen wird, auf den Wegen zu bleiben, Abfall korrekt zu entsorgen und auf die richtige Ausrüstung zu achten. So sollen Umwelt und Infrastruktur geschont und Unfälle vermieden werden.

Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, betont gegenüber dem Schweizer Sender SRF, wie wichtig diese Hinweise aus seiner Sicht sind: "Wir haben es mit anderen Kulturen zu tun und die internationalen Gäste brauchen diese Informationen, sind sogar froh darum." Man wolle mit der Kampagne mehr Harmonie zwischen Reisenden und Einheimischen schaffen.

Um möglichst viele Tourist:innen zu erreichen, setzen die Verbände auf einen Mix aus Kanälen. An stark frequentierten Orten in der Schweiz sollen Plakate ins Auge fallen und auf die wichtigsten Regeln hinweisen. Ergänzend dazu sind Videos auf Flügen der Airline Swiss geplant.


Verwendete Quellen:

20min.ch: "Müll trennen und Co.: Schweiz ruft Touristen zu mehr Anstand

myswitzerland.com

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