Schleuste Gewinn ins Ausland

Er wettete mit Geheimwissen auf Absetzung von Maduro: US-Soldat vor Gericht

Aktualisiert:

von Jacqueline Bittl

:newstime

Nach Maduro-Sturz: Trump droht Kuba

Videoclip • 01:24 Min • Ab 12


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Auf Plattformen wie Polymarket kann man darauf wetten, ob ein Ereignis eintritt. Eine lukrative Wette auf den Machtverlust von Nicolás Maduro weckte Insider-Verdacht. Jetzt greift die Regierung durch.

Ein US-Soldat hat laut Vorwürfen von Ermittler:innen auf einer Vorhersage-Plattform knapp 410.000 Dollar mit geheimem Wissen über Pläne zur Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro verdient. Der Soldat setzte der Klageschrift zufolge gut 33.000 Dollar unter anderem darauf, dass Maduro Ende Januar nicht mehr im Amt sein werde und zugleich US-Truppen in Venezuela eingesetzt würden.

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Soldat droht jahrzehntelange Haft

Der 38-Jährige war dem US-Justizministerium zufolge an der amerikanischen Militäraktion Anfang Januar beteiligt. Er nutzte demnach seine Informationen auf der Plattform Polymarket, auf der man nach dem Prinzip von Börsenkontrakten Wetten auf das Eintreten bestimmter Ereignisse abschließen kann.

Die verdächtig erfolgreiche Wette hatte gleich im Januar Aufsehen erregt. Mit der Anklage könnte das Rätsel gelöst sein, welcher Insider dahintersteckte. Dem Soldaten wird unter anderem vorgeworfen, Regeln gegen den Einsatz nicht öffentlicher Regierungsinformationen für Geschäfte verletzt zu haben. Ihm droht in der Spitze eine jahrzehntelange Haft.

Der Klageschrift zufolge schleuste der Soldat seinen Gewinn über ein Kryptowährungs-Konto ins Ausland – und beantragte bei Polymarket auch die Schließung seines Accounts, um seine Identität zu verschleiern.

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Wettplattformen sind in den USA umstritten

Die Vorhersage-Plattformen Polymarket und Kalshi sind in den USA gerade umstritten. Einige Bundesstaaten versuchen, solche Angebote wie Wett-Dienste zu regulieren. Die Handelsaufsicht CFTC beharrt dagegen darauf, dass es sich dabei eher um Börsen handelt, und sieht sich in der Zuständigkeit. Die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) zog auch gegen den Soldaten vor Gericht.

Maduro war Anfang Januar von US-Truppen in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen worden. Dort ist er unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" angeklagt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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