Cybercrime
Opfer aus 193 Ländern: Ermittlungen gegen globales Betrugsnetzwerk
Veröffentlicht:
von dpaDie Beschuldigten sollen Abos über Schein-Webseiten abgeschlossen haben. (Symbolbild)
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Auf drei Kontinenten sind bei Durchsuchungen mehrere Personen festgenommen worden, die einen dreistelligen Millionenschaden über Schein-Webseiten verursacht haben sollen.
In einer koordinierten Aktion auf drei Kontinenten sind Ermittler gegen mutmaßliche Betrugs- und Geldwäschenetzwerke vorgegangen - auch in Deutschland. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Kreditkartendaten von Geschädigten aus 193 Ländern genutzt zu haben, um mehr als 19 Millionen Abonnements über professionell betriebene Schein-Webseiten abzuschließen, wie das Bundeskriminalamt mitteilte.
Zudem besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten zur Abwicklung von Zahlungen vier große deutsche Zahlungsdienstleister kompromittierten. Der tatsächliche Schaden soll sich auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag summieren.
An der internationalen Aktion am Dienstag (4. November) waren die Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Bundeskriminalamt (BKA) beteiligt, wie es hieß. Es wurden demnach zahlreiche Objekte in Deutschland, Italien, Kanada, Luxemburg, den Niederlanden, Singapur, Spanien, den Vereinigten Staaten und Zypern durchsucht und mehrere Personen festgenommen.
Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Am Mittwoch soll es auf einer Pressekonferenz weitere Informationen geben - unter anderem vom Leiter der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, Harald Kruse, und der Vizepräsidentin des Bundeskriminalamts, Martina Link.
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Landung in München
Starkregen beim Anflug: Lufthansa-A380 setzt vor Piste auf

Speicher-Hersteller
Sonnen insolvent: Was die Pleite für 150.000 Kund:innen bedeutet

Einschränkungen während der Bauarbeiten
Autobahn A4: Schranke stoppt künftig Lkw an Wiehltal-Brücke

Naturkatastrophe
Rettungseinsatz nach schwerem Erdbeben in Tibet – mindestens 16 Tote

Im Mai
Weltweite Zeitumstellung 2027: Schaltsekunde wird abgeschafft

Stadtrat stimmte dafür
New York verbannt Pferdekutschen – folgen bald weitere Orte?

