ChatGPT-Entwickler
Spionage bei OpenAI? Verdächtiger Mitarbeiter festgenommen
Veröffentlicht:
von Valentin Kronberger:newstime
OpenAI stoppt neues KI-Modell (29. September)
Videoclip • 55 Sek • Ab 12
Hat ein Mitarbeiter sensible Informationen beim ChatGPT-Entwickler abgehört? Nachdem im Unternehmen ein Aufnahmegerät entdeckt wird, kommt es zur Festnahme.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Mitarbeiter soll bei OpenAI in einem Konferenzraum ein Abhörgerät platziert haben.
Ermittler:innen überführten ihn anhand von Kameraaufnahmen.
Auch chinesische Spione sollen US-Entwickler für KI unterwandert haben.
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI wurde mutmaßlich ausspioniert. Ein Mitarbeiter soll ein Abhörgerät in einem Konferenzraum versteckt haben – dort wurden oft Geschäftsgeheimnisse besprochen.
Auch in den News:
35-jähriger OpenAI-Mitarbeiter festgenommen
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 35-jährigen saudischen Staatsbürger, teilte das US-Justizministerium mit. Er wurde mittlerweile festgenommen, das FBI ermittelt zu dem Fall.
Das Aufnahmegerät war vor zwei Wochen entdeckt worden und hatte sich laut Ermittler:innen zwei Tage in dem Konferenzraum in San Francisco befunden. Eingewickelt in Toilettenpapier steckte es in der USB-Buchse eines Fernsehers.
Dieses Aufnahmegerät fanden Ermittler:innen in einem wichtigen Konferenzraum beim ChatGPT-Entwickler.
Bild: via REUTERS
Mitarbeiter war auf Überwachungskameras aufgetaucht
Der verhaftete Mitarbeiter war Ende September von Überwachungskameras in der Nähe des Konferenzraums gefilmt worden – eigentlich hatte er dort keinen Zugriff. Später ist der Mann auf einem Bild der Ermittler:innen zu sehen, wie er versucht, hinter den Fernseher zu schauen.
Verdächtiger nutzte Chatbot für Abhörung
Für seine Abhöraktion beim ChatGPT-Entwickler nutzte der 35-Jährige offenbar selbst einen Chatbot. Mit dem Account seiner Frau stellte er damit Anfragen zu seiner Aufnahme-Vorrichtung. Im Chatverlauf fanden die Behörden Merkmale genau des Abhörgeräts, das im Konferenzraum gefunden wurde.
Bei einer Verurteilung drohen dem saudischen Staatsbürger bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar.
Spionage bei KI-Entwicklern kein Einzelfall
Die Abhöraktion des Mannes scheint kein Einzelfall zu sein. Erst vor kurzem hatte ein KI-Forscher die Vermutung geäußert, dass chinesische Spione die großen KI-Entwickler wie OpenAI oder Anthropic unterwandert hätten – Beweise dafür nannte er nicht.
Trotzdem betonte auch US-Geheimdienstkoordinator Jay Clayton, wie wichtig es für die nationale Sicherheit der USA sei, den Wettlauf um die Entwicklung von KI zu gewinnen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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