Angst vor Ölpreis-Schock

Iran-Krieg lässt Dax abrutschen

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Iran-Konflikt: Ölpreise schießen hoch

Videoclip • 29 Sek • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Die Eskalation im Iran-Konflikt bringt Unsicherheiten auch an den deutschen Börsen. Ob die Verluste moderat bleiben oder sich ausweiten, hängt vor allem von einem Faktor ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Krieg im Nahen Osten hat auch den Dax fallen lassen.

  • Eine Branche ist von den Kursabschlägen besonders betroffen.

  • Steigende Ölpreise könnten die Inflation global anheizen.

Die Furcht vor einem Ölpreisschock durch die Eskalation im Nahen Osten (hier alle Updates zum Iran-Krieg im Live-Ticker) drückt den Dax. nach unten. Der deutsche Leitindex fällt zur Eröffnung am Montag um 2,3 Prozent auf 24.705 Punkte. "Dennoch werden Risikoassets wie Aktien nicht panikartig abgestoßen", konstatierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Angesichts der möglichen Tragweite dieser Auseinandersetzung sind die initialen Kursverluste sehr moderat." Die Reaktionen zeigten, dass Anleger:innen mehrheitlich mit einer kurzen militärischen Auseinandersetzung rechneten.

- Anzeige -
- Anzeige -

Tourismus-Branche vom Iran-Konflikt am stärksten betroffen

Bei den Einzelwerten rutschten Lufthansa-Aktien in der Spitze mehr als elf Prozent ab. Reiseveranstalter Tui büßte zeitweise knapp zehn Prozent ein. Der Grund: Der Reiseverkehr in Nahost ist zum Erliegen gekommen. Der Luftraum ist weiträumig gesperrt, Flugzeuge starten nicht; auch Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab..

Zu den größten Dax-Verlierern gehörte auch die Deutsche Bank mit einem Minus von rund vier Prozent. Gefragt waren dagegen Rüstungswerte wie Rheinmetall, das schon 2025 zu den Dax-Gewinnern zählte, und Hensoldt, deren Aktien sich um bis zu sechs beziehungsweise mehr als acht Prozent verteuerten.

Ölpreise schießen nach oben

Am Ölmarkt waren in der Nacht zum Montag die Preise für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA ebenfalls stark gestiegen. Brent erreichte in der Spitze den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl auf den höchsten Stand seit Juni 2025. Die Preise kamen danach aber rasch ein gutes Stück zurück. Für Brent mussten zuletzt noch 78,30 Dollar je Barrel (159 Liter) gezahlt werden, für US-Öl noch 71,71 Dollar. Das waren je rund sieben Prozent mehr als vor dem Wochenende.

Benzin und Diesel dürften teurer werden

Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran hatten sich abgezeichnet, Panik an den Finanzmärkten gab es daher nicht. Nun kommt es vor allem darauf an, ob der Konflikt länger dauert oder zügig beendet wird. "Bleibt es bei einem kürzeren Konflikt, werden die wirtschaftlichen Folgen jedenfalls begrenzt bleiben", erklärt der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel.

Für Verbraucher:innen dürfte der Iran-Konflikt aber vermutlich zu höheren Spritpreisen an den Tankstellen führen. Insgesamt bedeuten höhere Energiepreise auch höhere Produktionskosten, was zu höheren Verbraucherpreisen führen könnte.

Sollte der Ölpreis langfristig teurer bleiben, dann könnte das weltweit eine steigende Inflation nach sich ziehen, beschreibt Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB. laut tagesschau.de die aktuelle Lage.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

tagesschau.de: "Eskalation im Nahen Osten erschüttert Finanzmärkte"

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken