Mehr Gehalt gefordert
Piloten der Lufthansa-Tochter Cityline stimmen für Streik
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von Christopher SchmittDie Fluggesellschaft Lufthansa Cityline soll bestreikt werden. (Symbolbild)
Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Möglicherweise bleibt das Cockpit leer – und die Flugzeuge am Boden: Die Piloten der Lufthansa-Tochter Cityline haben für einen potenziellen Arbeitskampf gestimmt.
Das Wichtigste in Kürze
Die Pilot:innen der Lufthansa-Tochter Cityline haben mit 99 Prozent für einen möglichen Arbeitskampf gestimmt.
Einen Streik-Termin gibt es noch nicht.
Cityline stellt bald den Flugbetrieb ein, die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) fordert eine Gehaltserhöhung.
Der Tarifkonflikt im Lufthansa-Konzern spitzt sich weiter zu. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, haben sich die Pilot:innen der Lufthansa-Tochter Cityline mit überwältigender Mehrheit streikbereit gezeigt. In einer Urabstimmung der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben 99 Prozent der abgegebenen Stimmen einem möglichen Arbeitskampf zugestimmt. Die Beteiligung habe bei rund 95 Prozent der aufgerufenen Mitglieder gelegen.
Einen konkreten Termin für einen Streik nannte die Gewerkschaft zunächst nicht. Dennoch erhöht das Abstimmungsergebnis den Druck erheblich. Erst vor zwei Wochen hatten die Pilot:innen der Lufthansa-Kerngesellschaft für einen Tag die Arbeit niedergelegt. Damals waren mehr als 800 Flüge ausgefallen, rund 100.000 Passagier:innen waren betroffen. Auch diesem Ausstand war eine Urabstimmung vorausgegangen. Beobachter:innen rechnen nun mit koordinierten Aktionen, da über beide Flugbetriebe hinweg eine gemeinsame Tarifkommission entscheide.
Flugbetrieb der Cityline wird eingestellt
Die Cityline beschäftigt 500 Pilot:innen und steht ohnehin vor dem Aus. Nach Angaben des Konzern-Managements soll der Flugbetrieb der Regionaltochter im kommenden Jahr eingestellt werden. Die bislang geflogenen Zubringerverbindungen sollen auf die neu gegründete Lufthansa City Airlines übergehen.
Laut VC stehe diese strategische Entscheidung jedoch nicht im direkten Zusammenhang mit den aktuellen Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft hat für die Jahre 2024 bis 2026 jährliche Gehaltserhöhungen von jeweils 3,3 Prozent gefordert. Ein jüngstes Angebot des Arbeitgebers bleibe nach Darstellung von VC-Präsident Andreas Pinheiro deutlich unter den Forderungen und sehe zudem eine Friedenspflicht bis Ende 2027 vor. Die Gewerkschaft wäre damit bei der Cityline "faktisch handlungsunfähig", so seine Kritik.
Lufthansa-Vorschlag: Externer Moderator soll helfen
Parallel schwelt bei der Lufthansa-Mutter ein eigener Konflikt. Dort gehe es vor allem um die Betriebsrenten der rund 4.800 Cockpitkräfte. Nun werden abgestimmte Aktionen in beiden Flugbetrieben erwartet. Eine gemeinsame Tarifkommission trifft ohnehin die Entscheidungen.
Der Konzern habe nach dem jüngsten Streik kostenneutrale Reformen vorgeschlagen und einen externen Moderator ins Spiel gebracht, um grundsätzliche Fragen zur Organisation des Flugbetriebs zu klären. Auch die Karrierechancen der einzelnen Pilot:innen hängen davon ab. Auch mit der Kabinengewerkschaft Ufo sei man in Gesprächen zum Manteltarifvertrag, heißt es aus dem Konzern.
Die VC habe auf diesen Vorstoß zunächst zurückhaltend reagiert und wirft dem Management seit Längerem vor, mit neuen Gesellschaften wie City Airlines oder Discover Druck auf bestehende Arbeitsbedingungen auszuüben.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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