Imagekampgane
Coca-Cola wird "deutsch": US-Marken kämpfen mit Imagekrise
Aktualisiert:
von Damian RauschCoca-Cola vollzieht einen Image-Wandel.
Bild: :newstime
US-Produkte verlieren in Deutschland an Ansehen – Coca-Cola reagiert mit einer auffälligen Imagekampagne, die das Getränk "deutscher" machen soll.
Das Wichtigste in Kürze
Coca-Cola wirbt in Deutschland mit einer neuen Kampagne, die lokale Mitarbeiter und den Slogan "Made in Germany" in den Mittelpunkt stellt.
Auch McDonald’s betont verstärkt seine Zusammenarbeit mit der deutschen Landwirtschaft und verweist auf eine regionale Lieferkette.
Tesla verliert aufgrund der politischen Haltung von Elon Musk an Beliebtheit in Europa und fällt aus den Top Ten der meistverkauften E-Autos in Deutschland.
Lange galten US-Produkte in Deutschland als Inbegriff von Fortschritt und Lifestyle. Doch dieses Image bröckelt. Immer mehr US-Unternehmen versuchen, sich vom negativen Bild der USA zu lösen – auch Coca-Cola. Der Getränkekonzern setzt nun auf eine neue Werbestrategie: "Made in Germany".
Neue Kampagne, alte Wurzeln
In einer aktuellen Imagekampagne präsentiert Coca-Cola seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Slogan: "Made by Jana. Made in Germany." Dahinter steckt die Botschaft: Coca-Cola sei längst Teil der deutschen Gesellschaft. "Die Kampagne soll zeigen, wie tief Coca-Cola in Deutschland verwurzelt ist", erklärte das Unternehmen gegenüber DW.
Distanz zu US-Politik
Die Kampagne fällt in eine Zeit, in der die politische Stimmung gegenüber den USA deutlich abgekühlt ist. "Viele Deutsche wissen gar nicht, dass die meisten Coca-Cola-Produkte hierzulande bereits lokal abgefüllt werden", so der Konzern. Beobachter werten die Aktion als bewusste Abgrenzung von der US-Politik, insbesondere vor dem Hintergrund polarisierender Figuren wie Elon Musk.
Auch McDonald’s setzt auf Regionalität
McDonald’s verfolgt eine ähnliche Strategie. Laut DW betont das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit der heimischen Landwirtschaft. "65 Prozent unserer Rohwaren stammen aus Deutschland", so McDonald’s – darunter Fleisch, Eier, Sahne und Gurken.
Weltweite Gegenreaktionen auf US-Marken
Nicht nur in Deutschland, auch in Kanada und Dänemark reagieren Konsument:innen zunehmend skeptisch auf amerikanische Marken. In Kanada werden heimische Produkte mit Labels wie "Prepared in Canada" beworben. In Dänemark markieren Händler europäische Alternativen mit schwarzen Sternen.
Verlorene Marktanteile
Wie sehr politische Wahrnehmung den Erfolg von Marken beeinflussen kann, zeigt das Beispiel Tesla. Die kontroverse Haltung von Elon Musk führte dazu, dass das Unternehmen aus den Top Ten der meistverkauften E-Autos in Deutschland fiel. Weltweit kleben manche Tesla-Fahrer Sticker auf ihre Fahrzeuge mit dem Spruch: "I bought this before Elon went crazy."
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