Heizungsförderung

Handwerkskammer kritisiert Kürzung der Heizungsförderung

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

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Heizgesetz-Reform: Das gilt künftig

Videoclip • 01:49 Min • Ab 12


Weniger Geld für klimafreundliche Heizungen und eine kurzfristige Umstellung der Förderbedingungen sorgen für scharfe Kritik. Die Handwerkskammer Hamburg befürchtet, dass Verbraucher und Betriebe verunsichert werden und die Wärmewende dadurch an Tempo verliert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die staatliche Förderung für klimafreundliche Heizungen wird schrittweise reduziert.

  • Die Handwerkskammer Hamburg kritisiert die kurzfristige Umstellung der Förderbedingungen.

  • Neue Förderanträge sind erst ab dem 21. Juli nach den geänderten Regeln möglich.

Die Handwerkskammer Hamburg kritisiert die kurzfristig angekündigten Änderungen bei der staatlichen Förderung für klimafreundliche Heizungen. Aus Sicht der Kammer erschweren die neuen Rahmenbedingungen den dringend benötigten Austausch alter Heizungsanlagen und könnten die Wärmewende ausbremsen. "Unsere Stadt ist gesetzlich zur Klimaneutralität bis 2040 verpflichtet. Die Wärmewende gelingt aber nur, wenn der Austausch fossiler Heizungen auch wirtschaftlich attraktiv ist und der Heizungstausch in Hamburg in großem Maßstab vorankommt", sagte Handwerkskammer-Präsident Hjalmar Stemmann.

Kritik an kurzfristiger Umstellung

Besonders die kurzfristige Anpassung der Förderbedingungen stößt auf Unverständnis. Nach Ansicht Stemmanns sende der Bund damit ein falsches Signal an Verbraucher:innen sowie an Handwerksbetriebe. Viele hätten ihre Sanierungs- und Investitionsentscheidungen auf Grundlage der bisherigen Förderkonditionen getroffen. Durch die kurzfristigen Änderungen werde erneut Vertrauen verspielt, kritisiert die Handwerkskammer.


Vorübergehend keine neuen Förderanträge

Seit Donnerstag können zunächst keine neuen Förderanträge für den Austausch einer Heizung gestellt werden. Grund ist eine Umstellungsphase bis zum 20. Juli. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums müssen bei der staatlichen Förderbank KfW und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) technische Anpassungen vorgenommen werden.

Ab dem 21. Juli sollen die neuen Förderbedingungen gelten. Erst dann können Anträge wieder eingereicht werden – allerdings ausschließlich nach den neuen Regelungen.


Zuschüsse werden schrittweise reduziert

Künftig fällt die staatliche Unterstützung für den Einbau von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizsystemen geringer aus. Bislang konnten Hauseigentümer:innen beim Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung Förderungen von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Der maximale Zuschuss lag bei bis zu 21.000 Euro. Nach den neuen Plänen soll die Förderung bis 2030 schrittweise um mehrere Tausend Euro sinken.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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