Wetter in Bayern
Extremtemperaturen in Bayern: Mehr als 500 Hitzetote
Veröffentlicht:
von Magdalena Artner17:30 SAT.1 Bayern
Hitze in Bayern: Mehr Badetote und Hitzenotfälle
Videoclip • 01:25 Min • Ab 12
Laut einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) wird der Wert des gesamten Vorjahres bereits jetzt übertroffen. Bayern ist dennoch weniger betroffen als andere Bundesländer.
Hitze-Tote: Bayern weniger stark betroffen
In Bayern sind nach Schätzung des Robert Koch-Instituts im laufenden Jahr schon rund 530 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Zum Vergleich: 2025 waren es im gesamten Jahr 490 Menschen. Betroffen sind besonders ältere Menschen.
Bayern ist damit aber weniger stark betroffen als andere Bundesländer. In Baden-Württemberg waren es trotz der niedrigeren Bevölkerungszahl laut RKI-Schätzung 790 Fälle, im ebenfalls kleineren Hessen 600 und in Nordrhein-Westfalen sogar 1.230. Betrachtet man die geschätzten Hitzetoten pro 100.000 Einwohnern liegt der Freistaat mit einem Wert von 4 im unteren Mittelfeld. Im Saarland ist der Wert mit 15,5 am höchsten, in Hamburg mit 2,1 am niedrigsten. Die Schätzungen enthalten allerdings eine deutliche Schwankungsbreite.
Oft Kombination mit Vorerkrankungen
Bundesweit geht das RKI von bislang 5.120 hitzebedingten Sterbefällen aus. Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung - etwa bei einem Hitzeschlag - den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.
In der letzten Juniwoche hatte es eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regional über 40 Grad gegeben. Mehrfach waren Temperaturrekorde gebrochen worden. In Bayern war es nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der zweitheißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. Im fränkischen Kitzingen wurde mit 40,8 Grad sogar ein Temperaturrekord aufgestellt. Weil der Sommer noch lange nicht vorbei ist, könnte die Anzahl der Hitzetoten je nach Wetterlage im weiteren Jahresverlauf noch deutlich steigen.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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