Bayern bundesweit im oberen Mittelfeld
Hitze in Bayern: Schon etwa 1.760 Hitzetote
Veröffentlicht:
von Magdalena Fürst17:30 SAT.1 Bayern
Mehr Hitzetote in Bayern: Schon etwa 1.760 Menschen gestorben
Videoclip • 24 Sek • Ab 12
Die Zahl steigt erneut um einige Hundert binnen einer Woche und lässt die Werte aus früheren Jahren immer weiter hinter sich.
Werden die Zahlen noch steigen?
Der heiße Sommer hat in Bayern bereits zu vielen Todesfällen geführt. Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts sind im Freistaat etwa 1.760 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Das ist ein Mehrfaches der Werte aus den jeweils kompletten vergangenen Jahren. Dabei reichen die aktuellen Zahlen nur bis Kalenderwoche 32 - also bis zum 9. August. Betroffen sind besonders ältere Menschen.
Die aktuelle Zahl liegt um rund 320 über dem vor einer Woche ermittelten Wert, der damals die Zeit bis zum 2. August umfasste. Das Robert Koch-Institut weist selbst darauf hin, dass die Schätzung eine große Spannbreite hat: Sie reicht für Bayern von 1.210 bis 2390. Da der Sommer noch nicht vorbei ist, kann die Zahl noch steigen, die jüngste Abkühlung könnte eine gewisse Linderung bringen.
Bayern liegt bundesweit im oberen Mittelfeld
Bayern ist der Schätzung zufolge weniger stark betroffen als andere Bundesländer: In Baden-Württemberg waren es trotz der niedrigeren Bevölkerungszahl laut RKI-Schätzung 3.080 Fälle, im ebenfalls kleineren Hessen 1.950, im bevölkerungsreicheren Nordrhein-Westfalen 2.860.
Betrachtet man die geschätzten Hitzetoten pro 100.000 Einwohner, liegt der Freistaat mit einem Wert von 13,3 im oberen Mittelfeld. Im Saarland ist der Wert mit 45,9 am höchsten, in Schleswig-Holstein mit 2,3 am niedrigsten.
Oft Kombination mit Vorerkrankungen
Bundesweit geht das RKI von bislang 14.000 hitzebedingten Sterbefällen aus. Auch das ist ein Mehrfaches der Werte aus den Vorjahren. Viele Todesfälle gehen auf die besonders heiße Woche vom 22. bis 28. Juni zurück. In der letzten Juniwoche hatte es eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regional über 40 Grad gegeben. Mehrfach waren Temperaturrekorde gebrochen worden.
Als hitzebedingte Sterbefälle gelten nicht nur solche, bei denen die Hitzeeinwirkung – etwa bei einem Hitzschlag – den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.
Weitere News:
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
Alle Videos bei Joyn:
SAT.1 Bayern verpasst? Hier ansehen:
Mehr entdecken

Bayerischer Präventionstag
Gesundheitsförderung in Bayern: Söder tanzt mit Grundschülern in den Tag

Justiz
Urteil in Traunstein: Polizistin wegen Vergewaltigung verurteilt

Sportpolitik
Olympia 2036: Das sind Münchens Rivalen bei der Bewerbung

Justiz
Nach Dreifachmord in Zwiesel: Kripo ermittelt wieder

Telefon-Betrugsmasche
Falscher Bankmitarbeiter im Landkreis Günzburg: 129.000 Euro per Anruf erbeutet

Justiz
19-Jähriger bedroht Kinder in Hof: Festnahme nach Handyortung

Oktoberfest 2026
Unfall auf Oktoberfest: Mitarbeiter außer Lebensgefahr

Wettervorhersage
Wetter in Bayern: Zum Wochenstart zweigeteilt

Öffentlicher Nahverkehr
Oktoberfest 2026: U-Bahn-Sanierung pausiert während der Wiesn


