Perfide Attacke

Gefälschte Sparkassen-Mails: Vorsicht vor dieser Phishing-Falle

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Sparkasse: Warnung vor dieser Phishing-Mail

Videoclip • 01:23 Min • Ab 12


Derzeit kursiert eine gefälschte E-Mail im Namen der Sparkasse, die Kund:innen zur Herausgabe ihrer Online-Banking-Daten verleiten soll. Sowohl die Sparkasse als auch die Verbraucherzentrale warnen eindringlich – und erklären, woran man den Betrug erkennt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Derzeit kursiert wieder eine gefälschte E-Mail im Namen der Sparkasse.

  • Darin wird mit einer Kontosperrung gedroht; Kund:innen sollen zur Herausgabe ihrer Online-Banking-Daten bewegt werden.

  • Auf diese Warnsignale sollten Betroffene unbedingt achten.

Falsche Sparkassen-Mails im Umlauf

Kriminelle versuchen nahezu täglich, mit gefälschten E-Mails sensible Bankdaten zu stehlen. Aktuell kursiert eine Betrugsmail, die vorgibt, von der Sparkassenverwaltung zu stammen. Darin werden Kund:innen aufgefordert, ihre Registrierungsdaten aufgrund angeblicher gesetzlicher Vorgaben und Sicherheitsanforderungen zu bestätigen – über einen eingebundenen Link. Tatsächlich sollen darüber die Online-Banking-Zugangsdaten gestohlen werden.

Die Verbraucherzentrale und die Sparkasse warnen gemeinsam vor dieser Masche.

Auch in den News:

Druck durch Drohungen und widersprüchliche Fristen

Besonders perfide ist im aktuellen Fall die Methode der Betrüger:innen: Sie drohen damit, den Online-Banking-Zugang innerhalb von 24 Stunden zu sperren, falls die Bestätigung nicht erfolgt. Diese künstliche Dringlichkeit soll Empfänger:innen dazu bringen, den Link vorschnell anzuklicken, ohne die Echtheit der Nachricht zu prüfen.

Bereits der Betreff der Mail verrät den Betrug: Er enthält zahlreiche Rechtschreibfehler, fehlende Umlaute und unnatürliche Formulierungen. Zudem ist die Fristsetzung widersprüchlich – während im Betreff von 48 Stunden die Rede ist, nennt der E-Mail-Text eine Frist von 24 Stunden. Ein klares Indiz für einen Phishing-Versuch.

Christoph Kaleschke, Sprecher der Sparkasse Bielefeld, stellt gegenüber den "Neuen Westfälischen" klar : "Wir fragen solche sensiblen Daten nie ab" – weder per Mail noch per Telefon. In den vergangenen Wochen habe es eine ganze Reihe solcher Spammails im Namen von Sparkassen und anderen Geldinstituten gegeben. "Das ist leider ein Dauerthema", so Kaleschke.

So erkennt man Phishing-Mails

Die Verbraucherzentrale auf ihrem Phishing-Radar und die Sparkasse nennen mehrere Warnsignale, auf die bei verdächtigen E-Mails geachtet werden sollte:

  • Unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrter Kunde" statt des eigenen Namens

  • Unseriöse Absenderadresse, die nicht mit der offiziellen Domain des angeblichen Absenders übereinstimmt

  • Künstliche Dringlichkeit durch Drohungen mit Kontosperrungen oder rechtlichen Konsequenzen

  • Aufforderung, auf einen Link zu klicken oder einen Anhang zu öffnen

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie ungewöhnliche Formulierungen

  • Anfragen nach sensiblen Daten wie Passwörtern oder TANs – seriöse Unternehmen fragen diese grundsätzlich nicht per Mail ab


Was tun, wenn die Mail eingegangen ist?

Wer eine solche Mail erhält, sollte Ruhe bewahren und die Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben oder löschen. Dem Link sollte keinesfalls gefolgt werden. Wer unsicher ist, ob das eigene Konto betroffen sein könnte, sollte sich gesondert und nicht über den Link in der Mail in sein Online-Banking einloggen und dort das Postfach prüfen. Im Zweifel empfiehlt Kaleschke, die Zentrale der jeweiligen Sparkasse telefonisch zu kontaktieren.

Wer bereits auf eine Phishing-Mail hereingefallen ist und Zugangsdaten eingegeben hat, sollte sofort die Zugangsdaten ändern und die Sparkasse informieren. "Dann können wir schauen und gegebenenfalls das Konto sperren", betont Kaleschke.



Verwendete Quellen:

nw.de: "Sparkasse warnt vor Phishing: Betrüger wollen Daten fürs Online-Banking klauen"

Verbraucherzentrale: "Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen"

Mehr entdecken