Krptowährung
Experten halten weiteres Bitcoin-Wachstum für möglich
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Dem Steuerprivileg beim Bitcoin droht das Aus
Videoclip • 01:24 Min • Ab 12
Nachdem der Bitcoin Anfang Juli auf den tiefsten Stand seit September 2024 gefallen war, steht die älteste aller Kryptowährungen unter Druck. Doch sie könnte sich auch wieder erholen.
Das Wichtigste in Kürze
Der Bitcoin hat nach Ansicht von Experten durchaus Chancen auf weiteres Wachstum.
Anfang Juni 2026 hatte die Kryptowährung noch deutlich über 70.000 US-Dollar notiert.
Einen Monat später sackte der Bitcoin auf ein 21-Monats-Tief und liegt aktuell wieder bei ca. 64.000 US-Dollar.
Kann der Bitcoin-Kurs noch einmal so stark steigen wie früher? Das ist unter bestimmten Umständen möglich, meldet die "Morgenpost" unter Berufung auf Interviews mit Experten. Weiteres Wachstum sei möglich, die spektakulären Renditen der Anfangsjahre dürften sich jedoch nur schwer wiederholen.
Der wichtigste Grund dafür sei schlicht die Größe des Marktes, sagte Roman Reher, Betreiber des Bitcoin-Bildungskanals Blocktrainer."Wachstumsraten wie in der Anfangszeit sind wohl allein aufgrund der schieren Größe des Assets nicht mehr möglich. Würde man die damaligen Renditen weiter in die Zukunft extrapolieren, so würde Bitcoin in wenigen Jahrzehnten das gesamte Weltvermögen übersteigen."
Auch in den News:
Zinspolitik und Inflation beeinflussen Bitcoin-Kurs zunehmend
Das bedeute jedoch nicht automatisch, dass das Wachstumspotenzial ausgeschöpft ist, so Reher. "Selbst Gold konnte als viel größeres Asset in den vergangenen Jahren deutlich an Marktwert zulegen." Bitcoin sei trotz seines starken Anstiegs noch immer deutlich kleiner als einzelne Technologiekonzerne wie Meta oder Microsoft – und habe deshalb grundsätzlich weiteres Wachstumspotenzial.
"Bitcoin wird heute stärker von denselben Faktoren beeinflusst wie andere Risikoanlagen. Zinspolitik, Liquidität, Inflationserwartungen und geopolitische Entwicklungen spielen eine größere Rolle als noch vor einigen Jahren", sagte Marktanalyst Timo Emden. Steigende Zinsen entziehen dem Gründer von Emden Research zufolge den Märkten Kapital und belasteten häufig auch Kryptowährungen. Sinkende Zinsen und eine höhere Risikobereitschaft der Anleger:innen wirkten hingegen meist unterstützend.
Experte: "Das Knappheitsversprechen von Bitcoin ist einzigartig"
Die begrenzte Menge der Kryptowährung könnte sich aus Sicht vieler Befürworter:innen langfristig ebenfalls als preistreibend erweisen. "Während Unternehmen neue Aktien ausgeben oder Rohstoffproduzenten ihre Förderung ausweiten können, bleibt das Bitcoin-Angebot unabhängig vom Preis begrenzt", so Reher. "Das Knappheitsversprechen von Bitcoin ist einzigartig." Steige die Nachfrage durch neue Anleger:innen, Unternehmen oder institutionelle Investor:innen, könne das Angebot nicht entsprechend mitwachsen. Der Preis müsste sich nach den Regeln von Angebot und Nachfrage deshalb nach oben anpassen.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, ist das Angebot bei Bitcoin im Unterschied zu Aktien, Gold oder klassischen Währungen technisch auf maximal 21 Millionen Einheiten begrenzt. Diese Menge sei fest im Programmcode verankert und nicht veränderbar. Mehr als 20 Millionen Bitcoin seien bereits im Umlauf. Neue Bitcoin entstehen demnach ausschließlich durch das sogenannte Mining. Das setzt einen rechenintensiven Prozess voraus, durch den die Blockchain fortgeschrieben wird. Dieser Zufluss wird "Morgenpost" zufolge in etwa alle vier Jahre automatisch halbiert. Zuletzt sei das im April 2024 der Fall gewesen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
morgenpost.de: " Steigt Bitcoin wieder? Experten sehen Potenzial – aber ein großes Problem"
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