Zweite Erde?

Leben im All? Sensationeller Fund auf Exoplanet LHS 1140b schürt Hoffnung

Aktualisiert:

von Michael Reimers

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Diese Exoplaneten sind leichter als Zuckerwatte (25. Juni)

Videoclip • 01:54 Min • Ab 12


Haben Astronom:innen endlich eine zweite Erde entdeckt? Auf einem fernen, felsigen Himmelskörper wurde nun erstmals eine Atmosphäre nachgewiesen – die wohl wichtigste Zutat für außerirdisches Leben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Suche nach einer zweiten Erde hat einen historischen Meilenstein erreicht.

  • Auf dem fernen Gesteinsplaneten LHS 1140b wurde nun erstmals eine echte Atmosphäre nachgewiesen.

  • Dieser sensationelle Fund liefert der Wissenschaft genau die Bedingungen, die für außerirdisches Leben notwendig sind.

Es ist ein historischer Meilenstein auf der unermüdlichen Suche nach einer Antwort auf die Frage, ob wir allein im Universum sind. Ein internationales Forschungsteam hat auf einem verhältnismäßig nahen Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems, dem Exoplaneten LHS 1140b, eine Gashülle entdeckt.

Wie die US-Zeitung "The New York Times" und der britische "The Guardian" übereinstimmend berichten, handelt es sich dabei um den ersten direkten Nachweis einer Atmosphäre auf einem Gesteinsplaneten, der sich in der sogenannten habitablen Zone befindet.

Dies bedeutet, dass auf der Oberfläche des rund 49 Lichtjahre entfernten Planeten theoretisch Temperaturen herrschen, die flüssiges Wasser – und damit die Grundlage für biologisches Leben – ermöglichen. "Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir absolut keine Hinweise auf Leben auf diesem Planeten", sagte zwar der Planetenforscher Collin Cherubim, fügte aber hinzu: "Aber wir glauben, dass alle wirklich wichtigen, unverzichtbaren Voraussetzungen gegeben sind."

Forschende fest von schützender Gashülle um LHS 1140b überzeugt

Der im Sternbild des Walfischs gelegene Exoplanet LHS 1140b fasziniert die Fachwelt bereits seit seiner Entdeckung im Jahr 2017. Er ist etwa 5,6-mal so schwer wie unsere Erde und umkreist einen roten Zwergstern. Obwohl diese Sternenart eigentlich für ihre aggressiven Strahlungsausbrüche bekannt ist, die Atmosphären im Nu wegpusten können, verhalte sich die Heimatsonne dieses Planeten überraschend ruhig.

Durch Daten des Magellan-Clay-Teleskops in Chile haben die Forschenden im Jahr 2024 beobachtet, dass Helium aus der oberen Schicht des Planeten ins All entweicht. Dies sei der unwiderlegbare Beweis dafür, dass der Planet eine schützende Gashülle besitze.

Auch in den News:

Große Unterschiede zwischen Erde und LHS 1140b

Allerdings verblüffte die ferne Welt die Wissenschaftsgemeinschaft kurz darauf mit einem Rätsel: Bei erneuten Messungen im darauffolgenden Jahr sei das Helium-Signal plötzlich komplett verschwunden gewesen. Die Atmosphäre verändere sich offenbar in Echtzeit, was laut den Expert:innen ein völlig neues Forschungsfeld eröffne.

Zudem unterscheidet sich die potenzielle "zweite Erde" in wesentlichen Punkten von unserer Heimat. Der Planet dreht sich nicht um die eigene Achse, weshalb auf einer Hälfte ewiger Tag und auf der anderen ewige Nacht herrscht. Auch die Luftzusammensetzung ist wohl eine völlig andere: Während unsere Atmosphäre überwiegend aus Stickstoff besteht, dürfte die Hülle von LHS 1140b extrem reich an Helium sein.

Dennoch blickt die Wissenschaftsgemeinschaft euphorisch auf die neuen Erkenntnisse. "Das ist eine wirklich spannende Entdeckung, denn meiner Meinung nach rückt LHS 1140b damit ganz klar in den Vordergrund als das beste, vielversprechendste und spannendste Labor für die Erforschung der Astrobiologie und der Bewohnbarkeit außerhalb unseres Sonnensystems", betonte Cherubim.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

The Guardian: "Earth-like exoplanet found to have an atmosphere"

The New York Times: "Astronomers Find an Atmosphere on a Nearby Earthlike Planet"

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