Girokonto
Diese Banken kassieren die höchsten Kontoführungsgebühren
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Studie: Sparkassen vor massivem Kundenschwund
Videoclip • 01:22 Min • Ab 12
Einer aktuellen Umfrage zufolge zahlen die Deutschen im Durchschnitt mehr als 100 Euro jährlich an Gebühren für ihr Girokonto. Kund:innen der Sparkassen und Genossenschaftsbanken müssen am tiefsten in die Tasche greifen.
Das Wichtigste in Kürze
Banken in Deutschland berechnen ihren Kund:innen für die Führung eines Girokontos hohe Gebühren.
Das ergab eine repräsentative Umfrage für das Vergleichsportal Verivox.
Bis zu dreimal höher als im Durchschnitt können die Kontoführungsgebühren demnach bei den Sparkassen ausfallen.
Fast ein Viertel der deutschen Bankkund:innen (23 Prozent) zahlt mindestens 100 Euro pro Jahr für die Führung eines Girokontos. Das geht aus einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox hervo. meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Bei fünf Prozent der Befragten summieren sich demnach die jährlichen Gebühren sogar auf mehr als 200 Euro. Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut Innofact Ende April 2026 im Auftrag von Verivox 1.003 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die Umfrage ist den Angaben nach repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.
Viele Direktbanken und Smartphone-Banken bieten kostenfreie Girokonten an. Manche Anbieter:innen verlangen aber dafür einen monatlichen Mindesteingang an Geldern. Zudem haben sie keine Filialen, die Kund:innen bei Fragen oder Problemen aufsuchen können.
Auch in den News:
Sparkasse: Bis zu dreistellige Beträge jährlich für die Kontoführung
Besonders tief in die Taschen müssen der Umfrage zufolge Kund:innen der Sparkassen greifen. Dort zahlt mehr als jede:r Dritte (34 Prozent) jährlich einen dreistelligen Betrag für sein Girokonto. Bei Genossenschaftsbanken wie Volks- und Raiffeisenbanken liegt dieser Anteil bei fast 26 Prozent. Über ein komplett kostenfreies Konto verfügt insgesamt knapp ein Fünftel (18 Prozent) aller Befragten.
"Nach wie vor betreiben die Sparkassen ein dichtes Filialnetz, das weit in den ländlichen Raum hineinreicht", sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH, laut Mitteilung. "Das ist teuer, bietet Verbrauchern, denen eine persönliche Vor-Ort-Beratung wichtig ist, aber auch einen Mehrwert. Deshalb ist es legitim, wenn diese Kundennähe in den Kontogebühren eingepreist wird."
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