Tarifverhandlungen in Niedersachsen

Nahverkehr in Braunschweig wird am Donnerstag und Freitag bestreikt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

Am Donnerstag und Freitag steht die Braunschweiger Tram still.

Bild: Christian Brahmann/dpa


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Nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden für die Beschäftigten im Öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen weitet die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks aus. Betroffen sind nach Osnabrück nun Braunschweig, Delmenhorst, Hildesheim, Wolfsburg und Lüchow.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im öffentlichen Nahverkehr Niedersachsens finden diese Woche weitere Streiks statt.

  • Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind die ÖPNV-Beschäftigten in Braunschweig, Delmenhorst, Hildesheim, Wolfsburg und Lüchow.

  • Die Streiks sind für Donnerstag (21. Mai) und Freitag (22. Mai) angekündigt.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen aufgerufen, am 21. und 22. Mai 2026 die Arbeit niederzulegen. Gestreikt werden soll Delmenhorst, Braunschweig, Hildesheim, Wolfsburg und in Lüchow.

Betroffen sind Verdi zufolge folgende Betriebe: Delbus, Braunschweiger Verkehrs-GmbH, Stadtverkehr Hildesheim und Wolfsburger Verkehrs-GmbH. Auch die Lüchow-Schmarsauer-Eisenbahn soll an den beiden Tagen demnach bestreikt werden. Sie fällt zwar nicht unter den Tarifvertrag TV-N,  ist aber über einen Anwendungstarifvertrag gebunden, so Verdi.

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In Braunschweig fahren zwei Tage keine Busse und Stadtbahnen

Wie der Verkehrsverbund Region Braunschweig (BSVG) auf seiner Website schreibt, beginnt der Ausstand am Donnerstag mit Betriebsstart und dauert bis einschließlich Freitag zum Betriebsende. Während des Streiks können der Mitteilung zufolge in Braunschweig keine Stadtbahnen und Busse der BSVG eingesetzt werden. Betroffen sind sämtliche Stadtbahnlinien, alle Buslinien im 400er-Bereich sowie der Schienenersatzverkehr 1E.

Ebenso entfallen die Anruf-Linien-Taxis (ALT) und die Regiobuslinien 420, 450 und 480. Nicht vom Streik betroffen sei der Schüler:innenverkehr für Grundschulen. Diese Fahrten würden planmäßig durchgeführt.
Auch die Kundenservices der BSVG stehen während des Streikzeitraums nicht zur Verfügung, heißt es weiter. Sowohl das Service-Center am Bohlweg als auch der Service-Point am Hauptbahnhof bleiben geschlossen. Der telefonische Kundenservice ist laut BSVG ebenfalls nicht erreichbar.


Verdi will Druck auf nächste Verhandlungsrunde erhöhen

"Auch nach dem vierten Verhandlungstermin nehmen wir keine ausreichende Kompromissbereitschaft auf Seiten der Arbeitgeber wahr", so Stefanie Weiß, die stellvertretende Fachbereichsleiterin bei ver.di-Niedersachsen-Bremen. "Weiterhin gibt es eine Absage an eine wichtige Forderung der Beschäftigten zur Senkung der Arbeitsbelastung." Der nächste Verhandlungstermin ist für den 1. Juni angesetzt.


Verwendete Quellen:

verdi.de: "ÖPNV in Niedersachsen: Warnstreiks am 21. und 22. Mai"

bsvg.net: "BSVG wird am Donnerstag, 21. Mai, und Freitag, 22. Mai, bestreikt"

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