Großeinsatz an Gymnasium

Hinweise auf Amoklage in Schongau: Täter hatte Messer und Schusswaffe dabei

Aktualisiert:

von Magdalena Fürst

Einsatzwagen vor dem Gymnasium in Schongau.

Bild: © Lennart Preiss/dpa


Zahlreiche Polizisten sind an einer Schule in Schongau in Oberbayern im Einsatz. Mehrere Menschen sind dort verletzt worden. Viele Fragen sind noch offen.

+++ 08. Juli, 16:40

16-Jähriger hatte Messer und Schusswaffe dabei

Der nach der möglichen Amoktat an einer Schule in Oberbayern festgenommene 16-Jährige hatte laut Polizei ein Messer und eine Schusswaffe dabei. Wie die beiden 13-jährigen Mädchen auf dem Schulgelände in Schongau verletzt wurden, werde noch ermittelt, teilten die Beamten mit. Die beiden Mädchen waren demnach schwer verletzt worden, am Nachmittag laut einem Polizeisprecher aber außer Lebensgefahr.

+++ 08. Juli, 16:39

Täter war in psychiatrischer Behandlung

Der nach einer möglichen Amoktat an einer Schule in Bayern festgenommene Täter war nach Worten von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Das sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur in München. Weitere Hintergründe und Details könne man aber noch nicht nennen, das werde nun alles sorgfältig recherchiert.

Zudem sagte Herrmann, es gebe Hinweise darauf, dass es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler handelt. Das sei aber noch nicht gesichert.

Ob es eine wie auch immer geartete Beziehung zwischen dem Täter und den beiden schwer verletzten Mädchen gab, war zunächst ebenfalls offen. Herrmann sagte, dafür gebe es im Moment keine Hinweise. Es müsse nun geklärt werden, ob es da "irgendeinen besonderen Bezug gegeben hat zu den Opfern oder ob das eher zufällig diejenigen waren, die ihm da begegnet sind".

Nach Angaben Herrmanns hat der 16-Jährige die kroatische Staatsbürgerschaft und wohnte zuletzt bei seinen Eltern.

+++ 08. Juli, 15:54

Schwerverletzte laut Polizei außer Lebensgefahr

Die beiden bei einer möglichen Amoktat in einem oberbayerischen Gymnasium schwer verletzten Mädchen sind laut einem Polizeisprecher außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handle es sich um Schülerinnen des Gymnasiums in Schongau, auf dessen Schulgelände sich der Vorfall ereignet hatte, sagte ein Polizeisprecher vor Ort.

Ob es sich beim festgenommenen 16-Jährigen ebenfalls um einen Schüler des Welfen-Gymnasiums handelt, blieb zunächst weiter unklar.

+++ 08. Juli, 15:51

Ministerpräsident Söder spricht von einer Amoktat

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach dem Vorfall mit mindestens zwei schwerverletzten Mädchen an einem Gymnasium in Oberbayern von einer Amoktat gesprochen. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau", sagte Söder und betonte: "Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern."

Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Wir stehen in diesen schweren Stunden alle zusammen. Die Schulfamilie und Angehörigen brauchen jetzt Zeit, Kraft und Zuspruch, die Ereignisse zu verarbeiten." Söder dankte "allen, die jetzt Hilfe leisten und füreinander da sind". Er dankte der Polizei und allen Rettungsorganisationen für ein schnelles und entschlossenes Eingreifen. "Dieses Miteinander gerade in Notsituationen zeichnet unser Land aus."

+++ 08. Juli, 15:37

Täter nach ersten Erkenntnissen auch mit Schusswaffe bewaffnet

Der nach einer möglichen Amoktat an einer Schule in Bayern festgenommene Täter war nach Worten von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach ersten Erkenntnissen auch mit einer Schusswaffe bewaffnet. "Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war", sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee. Zunächst wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition.

Einen weiteren Täter gibt es nach Worten Herrmanns nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweilig habe es zwar entsprechende Gerüchte gegeben, sagte er. Dafür gebe es aber keine belastbaren Hinweise. Die Polizei war am Nachmittag noch damit beschäftigt, das Gelände abzusuchen.

+++ 08. Juli, 15:09

16-Jähriger festgenommen

Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Laut der Polizeisprecherin handelt es sich um einen 16-Jährigen. Auch bei ihm blieb zunächst unklar, ob er am Welfen-Gymnasium, auf dessen Gelände sich der Vorfall ereignete, zur Schule ging. Zu einer möglichen Tatwaffe äußerte sich die Sprecherin zunächst nicht.

Bei einer möglichen Amoktat an einem Gymnasium in Oberbayern sind laut einer Polizeisprecherin mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Die beiden seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin. Ob sie in Lebensgefahr schwebten, blieb zunächst unklar. Auch ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, müsse noch geklärt werden, sagte die Polizeisprecherin.

+++ 08. Juli, 14:58

Mindestens zwei Schwerverletzte bei möglicher Amoklage

Bei der möglichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind laut einer Polizeisprecherin mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Der festgenommene Verdächtige sei 16 Jahre alt, sagte die Polizeisprecherin.

+++ 08. Juli, 14:50

Mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz

Nach Angaben der ADAC-Luftrettung sind wegen der möglichen Amoklage an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz. Insgesamt sechs Hubschrauber seien beteiligt, vier davon von der ADAC-Luftrettung, sagte ein Sprecher. Einer der vier Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.

Wie viele Menschen - und wie schwer - bei dem Vorfall am Welfen-Gymnasium in Schongau verletzt wurden, blieb zunächst weiter unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunächst lediglich von einer einstelligen Zahl an Verletzten.

+++ 08. Juli, 14:39

Anlaufstelle für Angehörige und Schüler bei Feuerwehr eingerichtet

Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium in Schongau im Einsatz sei. Zum Grund äußerten sich die Beamten zunächst nicht. Allerdings wurden die Menschen vor Ort aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.

Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. Laut Internetseite werden dort etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.

In Bayern laufen die letzten Wochen des Schuljahres. Abiturienten haben bereits vor knapp zwei Wochen, am 26. Juni, ihre Zeugnisse erhalten, bei den restlichen Schülern steht dies am 31. Juli an.

+++ 08. Juli, 14:12

Vieles deutet auf Amoklage hin

Nach einem Vorfall mit mehreren Verletzten und einer Festnahme an einem Gymnasium in Oberbayern deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin. Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Wie viele Menschen wie schwer verletzt wurden, blieb zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sprach von einer einstelligen Zahl.

Zahlreiche Beamten am Welfen-Gymnasium im Einsatz

Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium in Schongau im Einsatz sei. Zum Grund äußerten sich die Beamten zunächst nicht. Allerdings wurden die Menschen vor Ort aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.

Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern.

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Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa


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