Neue Masche

Gefälschte Bank-Schreiben: Wie Betrüger per POSTIDENT Kredite erschleichen

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

:newstime

Phishing-Mail der Deutschen Bank im Umlauf

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


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Kriminelle nutzen das eigentlich sichere POSTIDENT-Verfahren derzeit für eine neue, hochgefährliche Betrugsmasche. Mit gefälschten Bank-Schreiben erschleichen sie sich Kredite über zehntausende Euro auf fremde Namen. Die Verbraucherzentralen schlagen Alarm.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie sehen aus wie normale Bankpost, fordern zu einer "kurzen Identitätsprüfung" auf.

  • Doch sie können dich in eine massive Schuldenfalle reißen.

  • Neue Betrugsfälle zeigen, wie professionell Täter das POSTIDENT-Verfahren nutzen, um Kredite auf fremde Namen abzuschließen.

Immer häufiger landen Briefe oder Mails im Postfach, die aussehen, als kämen sie von der eigenen Bank. Darin werden Empfänger aufgefordert, ihre Identität per POSTIDENT zu bestätigen – angeblich für eine Kontoprüfung, ein Sicherheits-Update oder eine Routineabfrage. Tatsächlich stecken dahinter Kriminelle, die damit Kredite erschleichen wollen. Auch Verkäufer auf Online-Plattformen werden von angeblichen Käufern unter Druck gesetzt, sich zur "Sicherheitsgarantie" per POSTIDENT zu legitimieren.

Was viele nicht wissen: Ein POSTIDENT-Vorgang ist rechtlich so bindend wie eine Unterschrift. Wer die Identifizierung durchführt, bestätigt in den aktuellen Fällen nicht harmlose Datenabgleiche, sondern einen Kreditvertrag – oft bei einer fremden Bank und über erhebliche Summen. Das Geld fließt direkt an die Täter, während die Opfer den Betrug meist erst bemerken, wenn Mahnungen oder Zahlungsaufforderungen eintreffen.


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Das sind typische Anzeichen für den neuen Scam

Verbraucherschützer warnen vor typischen Warnsignalen: Identitätsprüfungen, die von unbekannten Dritten wie Maklern, Käufern, Jobportalen oder über ungewöhnliche Links und QR-Codes gefordert werden, sind höchst verdächtig. Seriöse Banken lassen Identifizierungen nicht über private Käufer oder externe Portale anstoßen und setzen Kunden nicht mit knappen Fristen oder Drohungen („Ihr Konto wird sonst gesperrt“) unter Druck.

Wer eine POSTIDENT-Aufforderung erhält, soll laut Verbraucherzentrale unbedingt den Auftraggeber prüfen: Der Name des Unternehmens wird im Coupon, in der App oder auf dem Sign-Pad angezeigt. Taucht dort eine unbekannte Firma oder eine fremde Bank auf, muss der Vorgang sofort abgebrochen werden. Generell gilt: Ident-Verfahren nur starten, wenn man sie selbst veranlasst hat, niemals TANs oder Freischaltcodes an Dritte weitergeben und Apps sowie Links ausschließlich über die offiziellen Seiten der Bank nutzen.

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Das sollten Betroffene machen

Betroffene sollen schnell handeln: Läuft ein verdächtiger POSTIDENT-Prozess, sollte er umgehend gestoppt und umgehend die eigene Bank über die offizielle Telefonnummer kontaktiert werden. Zusätzlich raten die Verbraucherschützer zu einer sofortigen Strafanzeige bei der Polizei und zur Kontaktaufnahme mit dem Kreditinstitut, für das die Identifizierung durchgeführt wurde. Schnelles Eingreifen kann verhindern, dass hohe Kreditsummen ausgezahlt und am Ende von den Opfern zurückgezahlt werden müssen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Verbraucherzentrale: Achtung Kredit-Falle: Betrug mit gefälschten POSTIDENT-Anfragen

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