Experten-Tipp

Betrugsfalle Fake-Shops: Diese "drei goldenen Regeln" schützen dich beim Online-Einkauf

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

So kann man Fake Shops erkennen (19. Juni)

Videoclip • 01:37 Min • Ab 12


Künstliche Intelligenz ist auch für Betrüger:innen ein Segen – Fake-Shops zu bauen, wird immer einfacher. Wer aber drei einfache Regeln beachtet, kann die Tricks durchschauen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Verbraucherzentrale hat den 100.000. Fake-Shop identifiziert.

  • KI macht es Betrüger:innen immer einfacher.

  • Drei goldene Regeln sollen vor der Falle schützen.

Ein Klick, ein vermeintliches Schnäppchen und im schlimmsten Fall ist das Geld weg. Betrügerische Online-Shops sind laut Handelsverband Deutschland (HDE) längst ein Massenphänomen. Die Verbraucherzentrale habe etwa mit ihrem Fake-Shop-Finder gerade den 100.000. Fake-Shop identifiziert.

"Die Lage ist sehr dramatisch", sagt Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer, im :newstime-Interview. Der Verband zähle jeden Monat mehr als 1.800 neue Fake-Shops.


KI-Boom sorgt für mehr Betrugsfallen

Gerade zuletzt sei die Zahl noch einmal stark gestiegen. Als Treiber nennt Tromp Künstliche Intelligenz (KI): "KI ist hier der Turbo." Betrüger:innen könnten damit immer leichter Webseiten bauen, die den Shops echter Marken zum Verwechseln ähnlich sähen. "Die Seiten sehen extrem professionell aus und sind eigentlich so gut wie gar nicht mehr zu unterscheiden."

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Ganz ohne Chance sind Verbraucher:innen trotzdem nicht. Tromp nennt "drei goldene Regeln" für den Alltag. Erstens: Webadresse und Impressum prüfen. Oft sei der Markenname nur um ein paar Zusätze oder Kürzel erweitert. Dann heiße es: "ganz vorsichtig werden". Taucht im Impressum plötzlich eine ausländische Adresse auf, gilt laut Tromp: "Achtung, alle Alarmsignale an."

Zweitens: Preis und Bezahlart kritisch hinterfragen. Markensneaker für weniger als 70 Prozent des regulären Preises? "Das gibt es so nicht." Verlange ein Shop zusätzlich Vorkasse und biete keinen üblichen Bezahldienst mit Käuferschutz an, lautet Tromps Rat: "Sofort Finger weg!"

Drittens: auf fehlende Angaben achten. Dazu zählen etwa die Retouren-Adresse, unvollständige rechtliche Angaben oder Gütesiegel, die nicht auf die Seite des Siegelgebers führen.

Auch Bewertungen auf der Shop-Seite sollten Kunden nicht blind vertrauen. Tromp rät, sie "niemals auf der Seite selber" zu prüfen, sondern unabhängig per Suchmaschine nachzurecherchieren und so herauszufinden, ob sie echt sind.

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