Australien bremst China

Australien zwingt China-nahe Investor:innen zum Ausstieg bei Seltene-Erden-Unternehmen Northern Minerals

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Seltene Erden: Einigung zwischen USA und China

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Australien greift in die Eigentümerstruktur des Seltene-Erden-Konzerns Northern Minerals ein und zwingt mehrere mit China verbundene Investor:innen zum Verkauf ihrer Anteile. Die Regierung begründet den Schritt mit dem Schutz eines strategisch wichtigen Sektors und des nationalen Interesses.

Die Regierung von Australien versucht, den Einfluss Chinas auf den Handel mit seltenen Erden zurückzudrängen.  Finanzminister Jim Chalmers ordnete an, dass sechs Anteilseigner mit Adressen in China, Hongkong und auf den Britischen Jungferninseln ihre Aktien an Northern Minerals verkaufen müssen. Er verwies auf klare Regeln für ausländische Beteiligungen und erklärte: "Wir betreiben einen robusten und nicht diskriminierenden Rahmen für ausländische Investitionen und werden nötigenfalls weitere Schritte unternehmen, um unser nationales Interesse in dieser Angelegenheit zu schützen"

Kampf um seltene Erden

Northern Minerals will Chinas Vormachtstellung bei der Produktion von Dysprosium brechen. Dysprosium wird für Hochleistungsmagnete benötigt, etwa in Elektroautos. Nach Angaben des Unternehmens werden fast 99 Prozent des weltweit produzierten Dysprosiums derzeit in China hergestellt. Northern Minerals besitzt Rechte an einem großen Vorkommen bei Browns Range in Westaustralien und bezeichnet sich als "zuverlässige Alternative" zu chinesischen Rohstoffen.

Bereits 2024 hatte Canberra andere chinesische Investor:innen zum Ausstieg bei Northern Minerals gezwungen. Parallel baut Australien die Zusammenarbeit mit westlichen Partnern aus: Die USA schlossen im Oktober ein Abkommen für besseren Zugang zu australischen Vorkommen seltener Erden, die EU vereinbarte im März ein Freihandelsabkommen, um europäischen Unternehmen mehr Zugang zu australischen Rohstoffen zu sichern – und damit die Abhängigkeit von China zu reduzieren.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur afp

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