Freie-Wähler-Chef

Vorläufige Obduktionsergebnisse liegen vor: Aiwanger starb wohl ohne Fremdverschulden

Aktualisiert:

von Emre Bölükbasi

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Politik unter Schock: Hubert Aiwanger ist tot

Videoclip • 01:34 Min • Ab 12


Der bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger brach einen Termin wegen gesundheitlicher Probleme ab – und wurde später leblos in seinem Hotelzimmer entdeckt. Die Obduktion zeigt keine Indizien für ein Fremdverschulden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist verstorben, der bayerische Wirtschaftsminister wurde leblos in einem Berliner Hotel gefunden.

  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würdigte Aiwanger als guten Wirtschaftsminister und warmherzigen Menschen.

  • Noch am Mittwochabend wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Update: Das vorläufige Ergebnis der Obduktion liegt vor. Demnach ist der bayerische Vize-Regierungschef Hubert Aiwange ohne Fremdverschulden gestorben. Nach der bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchung des Leichnams teilte dies die Staatsanwaltschaft in Berlin mit.

Es sollte ein Neustart für die Freien Wähler in Berlin werden – stattdessen wurde der Mittwoch (4. November) zu einem schwarzen Tag für die bayerische Politik: Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats, ist in Berlin gestorben. Der 55-Jährige wurde am frühen Mittwochabend leblos in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz nahe dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin-Mitte aufgefunden.

Aiwanger hinterlässt zwei Kinder. Er lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen. Der gebürtige Niederbayer galt als einer der streitbarsten und markantesten Köpfe der bayerischen Landespolitik.

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Söder: Bin schockiert und getroffen

Anlässlich des überraschenden Todesfalls ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag (5. November) vor die Presse getreten – sichtlich angefasst. "Ich bin echt schockiert und auch getroffen", so der CSU-Chef. Söder erklärte, auch nach dem Tod seines Vizes mit den Freien Wählern in Bayern weiterregieren zu wollen.

Es tue ihm von Herzen leid, so Söder. "Mit Hubert Aiwanger geht ein echtes Mannsbild, starker Bayer, guter Wirtschaftsminister, aber auch warmherziger Mensch." Er würdigte Aiwanger als einen bescheidenen, hochengagierten sowie fleißigen Politiker.

Einen Tag nach Aiwangers Tod äußerte sich Markus Söder im Nürnberger Dienstsitz des bayerischen Heimatministeriums.

Bild: Daniel Karmann/dpa


Ein Termin, den er nie wahrnahm

Aiwanger war am Mittwoch nach Berlin gereist, um bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros seiner Partei, der Freien Wähler, zu sprechen – deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist. Doch dazu kam es nicht: Er sagte seinen Auftritt wegen gesundheitlicher Probleme kurzfristig ab und ließ sich vertreten.

Was danach geschah, liegt noch im Dunkeln. Bekannt ist nur: Irgendwann war der 55-Jährige nicht mehr erreichbar – und als man schließlich nach ihm suchte, fand man ihn leblos in seinem Zimmer.

Wer fand den Minister?

Diese Frage ist bis jetzt nicht öffentlich beantwortet. Aiwanger wurde auf seiner Berlin-Reise von Beamt:innen des bayerischen Landeskriminalamts begleitet – doch zu den konkreten Umständen des Auffindens konnte ein LKA-Sprecher nichts sagen.

Die Staatsanwaltschaft Berlin mauert ebenfalls: "Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden", hieß es.

Mordkommission schaltet sich ein

Staatsanwaltschaft und Mordkommission des Berliner Landeskriminalamts leiteten noch am Mittwochabend ein Todesermittlungsverfahren ein. Ziel ist es, die genaue Todesursache zu klären und ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen.

Im Hotel waren Spezialist:innen der Spurensicherung im Einsatz, die Gerichtsmedizin wurde hinzugezogen – eine Obduktion der Leiche wird voraussichtlich angeordnet.

Söder: Plötzlicher Tod von Aiwanger absolute Tragödie

Bayerns Ministerpräsident Söder ist nach eigenen Worten geschockt über die Nachricht vom Tod seines Vize-Regierungschefs Hubert Aiwanger (Freie Wähler). "Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt", schrieb Söder noch am Mittwochabend auf X. "Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie."

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

X: Markus Söder

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