Wende im Ukraine-Krieg?
Trump wohl offen für ukrainischen Einsatz von US-Langstreckenwaffen
Veröffentlicht:
von Momir TakacUS-Präsident Donald Trump trifft sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
Der US-Präsident soll sich Selenskyj gegenüber aufgeschlossen gezeigt haben, der Ukraine Angriffe mit US-Langstreckenwaffen auf Russland zu genehmigen.
Das Wichtigste in Kürze
Zuletzt hatte Trump mit einer neuen Linie im Ukraine-Krieg überrascht.
Die Kehrtwende scheint sich zu konkretisieren.
Der US-Präsident ist offenbar offen dafür, dass die Ukraine US-Langstreckenwaffen gegen Russland einsetzt.
In den vergangenen Wochen hatte sich angedeutet, dass US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin die Geduld verliert. Russland bombardiert im Ukraine-Krieg unentwegt Ziele im Nachbarland. Am Rande der UN-Vollversammlung zeichnete sich eine Kehrtwende in Trumps Ukraine-Politik ab. Ein neuer Medienbericht könnte den neuen Kurs untermauern.
Gibt Trump grünes Licht für den ukrainischen Einsatz von US-Langstreckenwaffen gegen Russland?
Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in New York sprach Trump plötzlich davon, dass die Ukraine mithilfe der EU in der Lage sei, alle an Russland verlorene Territorien zurückzugewinnen. Der US-Präsident sagte auch, dass Russland auf dem Schlachtfeld schwach wie ein "Papiertiger" wirke.
Jetzt soll Trump sich offen dafür gezeigt haben, der Ukraine Angriffe in Russland mit US-Langstreckenwaffen zu erlauben. Das berichtete die Zeitung "The Wall Street Journal" am Freitag (26. September) unter Berufung auf Insider. Allerdings habe Trump Selenskyj bei dem Treffen am Dienstag keine Zusage gegeben, heißt es weiter.
Selenskyj bat Trump offenbar um Tomahawk-Raketen
Laut dem US-Medium Axios soll Selenskyj Trump in dem Gespräch um Tomahawk-Raketen gebeten haben. Mitte Juli noch hatte Trump laut der "Financial Times" die Ukraine indirekt zu Angriffen tief im russischen Hinterland ermutigt. Die Lieferung von US-Langstreckenwaffen an Kiew war damals allerdings kein Thema.
Am Freitag empfing Trump den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Weißen Haus. Dabei drängte der Republikaner seinen Amtskollegen, er solle aufhören, "Öl aus Russland zu kaufen, solange Russland diesen Amoklauf fortsetzt". Die Türkei importiert weiter im großen Stil günstige Energie und finanziert so Putins Krieg gegen die Ukraine mit. In seiner umstrittenen Rede vor der UN-Vollversammlung hatte Trump auch die Länder der EU aufgerufen, komplett auf Gas und Öl aus Russland zu verzichten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
Bericht der Zeitung "The Wall Street Journal"
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