Indirekte Sanktionen
Trump kündigt Zölle von 25 Prozent für Länder mit Iran-Geschäften an
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von dpaUS-Präsident Donald Trump winkt nach seiner Ankunft mit der Air Force One aus Florida am Sonntag, dem 11. Januar 2026, auf der Joint Base Andrews in Maryland.
Bild: AP / Julia Demaree Nikhinson
US-Präsident Donald Trump will Zölle als Druckmittel einsetzen, um die iranische Regierung unter Druck zu setzen. Diese lässt weiter gewaltsam Proteste im eigenen Land niederschlagen.
Das Wichtigste in Kürze
Für alle Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, sollen US-Zölle von 25 Prozent gelten.
Das kündigte Präsident Donald Trump auf der Online-Plattform Truth Social an.
Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident zu solchen "indirekten" Zöllen greift.
Für alle Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, sollen US-Zölle von 25 Prozent gelten. Das kündigte Präsident Donald Trump auf der Online-Plattform Truth Social an. In dem kurzen Beitrag mit drei Sätzen wurde zunächst nicht klar, was genau die Formulierung "Geschäfte mit dem Iran machen" umfasst. Zu den wichtigsten Handelspartnern der Islamischen Republik, die von den USA und der EU mit weitreichenden Sanktionen belegt ist, gehören unter anderem Indien, China und die Türkei.
Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident zu solchen "indirekten" Zöllen greift. Trump hatte im Ukraine-Krieg bereits Zölle von bis zu 50 Prozent auf Waren aus Indien im Zusammenhang mit Käufen russischem Erdöls durch das Land verhängt. Zusätzliche Zölle gegen China könnten unterdessen den Handelskonflikt zwischen Peking und Washington nach relativer Ruhe wieder aufbauschen.
Landesweite Proteste im Iran gehen unvermindert weiter
Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iraner:innen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben sich inzwischen eine landesweite Dimension angenommen. In Städten kam es zu heftigen Ausschreitungen und schweren Unruhen. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte. Hunderte Demonstrant:innen sind nach Angaben von Aktivist:innen bereits getötet worden. Es sind die schwersten Proteste im Iran seit Jahren.
Trump hatte den Demonstrant:innen öffentlich den Rücken gestärkt und die iranische Regierung vor Repressionen gewarnt. Am Wochenende sagte er vor Journalist:innen, dass die Regierung in Teheran verhandeln wolle.
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