Volksfest in Niederbayern

Söder auf dem Gillamoos: "AfD hat Auftrag in Sachsen-Anhalt bekommen"

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

:newstime

Söder bezeichnet AfD-Wahlsieg als "Denkzettelwahl"

Videoclip • 01:06 Min • Ab 12


Beim Gillamoos treffen Volksfest und Politik aufeinander. Markus Söder und Alexander Dobrindt  richteten den Blick auf Sachsen-Anhalt. Was die CSU-Politiker nach der Wahl fordern.

Katerstimmung bei der CSU, und das bei ihrem Heimspiel. Die Partei veranstaltete am Montag (7. September) ihren politischen Frühschoppen im Hofbräuzelt in Abensberg. Doch die Stimmung auf dem Gillamoos-Volksfest in Niederbayern war deutlich getrübt durch das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag (6. September) und den Erfolg der AfD. Dies schlug sich auch in den Reden von CSU-Chef Markus Söder und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) nieder.

Der bayerische Ministerpräsident sieht den Wahlauftrag bei der AfD, nicht bei der enttäuschenden Schwesterpartei CDU. "Die AfD hat den Auftrag bekommen", so Söder. Daher müsse nun erst einmal abgewartet werden, "was sie daraus machen". Jetzt gehe es nicht darum, auf "Biegen und Brechen eine halbe Stimme Mehrheit zu organisieren". Stattdessen solle die AfD zeigen, was sie hinbekomme – laut Söder ohne jegliche politische Konzepte. Das Votum müsse anerkannt werden. "Demokratie muss man ernst nehmen, auch wenn einem das Ergebnis nicht gefällt", unterstrich der CSU-Chef.

Auch in den News:

Nach dem Debakel in Sachsen-Anhalt fordert Söder, die AfD inhaltlich zu stellen. Brandmauer-Debatten sieht er als ebenso wenig hilfreich an wie Rufe nach einer Zusammenarbeit von Union und AfD.

Sieh dir hier die Reden von Söder und Dobrindt in voller Länge an:

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.

Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

Dobrindt fordert Reformkurs der Union

Für Innenminister Dobrindt braucht es einen konsequenten Reformkurs der Union. Der CSU-Politiker betonte, man dürfe das Land nicht denen überlassen, die "aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, aber für die Zukunft das Blaue vom Himmel versprechen".

Auch im politischen Berlin leckt die Union ihre Wunden. Für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist die Wahl-Schlappe in Sachsen-Anhalt die "schwerste Niederlage seit Jahrzehnten".



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken