Wie geht es jetzt weiter?
Söder appelliert nach Kanzler-Debakel um Merz: "Noch ist alles lösbar"
Aktualisiert:
von Emre BölükbasiCSU-Chef Söder hat nach der gescheiterten Kanzlerwahl zu vernünftigem Handeln aufgerufen.
Bild: Sven Hoppe/dpa
Wie geht es nach der gescheiterten Kanzlerwahl jetzt weiter? CSU-Chef Söder wendet sich mit einem klaren Appell an den Bundestag.
CSU-Chef Markus Söder hat nach der gescheiterten Kanzlerwahl im Bundestag an "alle Demokratinnen und Demokraten" appelliert, "gemeinsam eine stabile Regierung" auf den Weg zu bringen. "Es geht bei der Wahl des Bundeskanzlers nicht nur um die Person, sondern um die ganze Regierung", betonte der bayerische Ministerpräsident.
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Söder wies dabei auf die drohenden Gefahren nach dem Scheitern von Friedrich Merz hin. "Die höhnischen Kommentare der AfD zeigen ganz genau, was das auslöst", warnte er. "Die Unsicherheit im Ausland kommt dazu."
Söders zentrale Botschaft: "Noch ist alles lösbar, noch ist alles heilbar". Der CSU-Vorsitzende warnte vor "Spielchen" und "Denkzetteln". "Wichtig ist jetzt aufzuklären, zu überzeugen, zu appellieren - und zwar an die gemeinschaftliche Verantwortung".
Debakel im Bundestag
CDU-Chef Merz hatte im ersten Wahlgang der Kanzlerwahl am Dienstagvormittag (6. Mai) mit 310 Stimmen die erforderliche Mehrheit von 316 Stimmen verpasst. Da die Union und die SPD im Bundestag gemeinsam auf 328 Mandate kommen, galt ein Scheitern des designierten Bundeskanzlers als unwahrscheinlich. Letztlich fehlten ihm jedoch insgesamt sechs Stimmen, um im ersten Wahlgang Kanzler zu werden.
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