EU kritisch

Schattenflotte als Spritpreis-Bremse? USA erwägen offenbar kritischen Kurswechsel

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

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Selenskyj fühlt sich von Trump "verraten"

Videoclip • 01:37 Min • Ab 12


Hohe Frachtkosten, hohe Spritpreise: Washington erwägt offenbar, Tanker der russischen Schattenflotte von den Sanktionslisten zu nehmen. Aus Kiew und Europa kommt scharfe Kritik.

Die US-Regierung denkt offenbar darüber nach, Sanktionen gegen die sogenannte Schattenflotte zu lockern. Wie der "Spiegel" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, geht es um Schiffe, die Öl und Ölprodukte aus Russland, dem Iran und Venezuela transportiert haben. Ein US-Regierungsvertreter habe Reuters gesagt, die weltweit hohen Frachtkosten sollten so sinken.

Konkret solle es den USA demnach möglich sein, den Transport von Öl und Ölprodukten zu erlauben, die selbst nicht unter US-Sanktionen fallen, auch auf bisher sanktionierten Schiffen. Ziel sei es, mehr Rohöl und Raffinerieprodukte aus der Golfregion auf den Markt zu bringen.

Energieministerium: Kein Vorteil für Russland

US-Energieminister Chris Wright habe die Pläne in einer Videobotschaft an den Weltenergiekongress in Riad angedeutet. Sein Ministerium betone, die Lockerung helfe Russland nicht dabei, Öl oder Ölprodukte zu transportieren. US-Unternehmen, die die betroffenen Schiffe nutzen wollten, müssten zuvor eine Genehmigung des Finanzministeriums beantragen.

Ob die Maßnahme den Markt spürbar entlasten würde, ist fraglich. Energy Aspects rechne nicht mit einem starken Effekt auf die Frachtraten, wohl aber mit mehr Öltransporten im Nahen Osten.

Auch aus der Schifffahrtsbranche heiße es, eine breite Entspannung sei unwahrscheinlich. Schiffsversicherer seien weiterhin an Vorschriften der EU und Großbritanniens gebunden. Großbritannien fordert derzeit sogar einen härteren Kurs gegenüber der Schattenflotte.

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Kritik an Trump wächst

Brisant ist der Zeitpunkt. Erst vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen russischen Diesel bis zum 7. April ausgesetzt. Dafür kassierte er heftige Kritik vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, von europäischen Ländern und von einigen US-Senator:innen aus der eigenen republikanischen Partei. Trump steht vor den Zwischenwahlen wegen der hohen Spritpreise unter Druck.



Verwendete Quellen:

Spiegel: "US-Regierung will offenbar Sanktionen für Schattenflotte lockern"

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